Ein kühler Sommer in Blavand, Dänemark 2016 (Teil 1)

Unser erster Auslandseinsatz vom DAF T244, in Dänemark.

Zu dem Zeitpunkt war der Ausbau der Kabine noch nicht besonders weit fortgeschritten. Ein Bett gab es, aber keinerlei Heizung, weder eine Innenbeleuchtung, noch eine Möglichkeit, irgend was kühl zu halten. Das Wasser kam aus Kanistern und mit Hilfe der Schwerkraft. Immerhin war ein Ausgießbecken installiert, das Abwasser floss einfach in eine darunter stehende blaue Tonne, die wir als Müll am Strand von Juist aufgelesen hatten. .

Die mit Kabelbindern befestigte Campingmöbel Einrichtung wurde um den bewährten Spiritus Strandkocher von Trangia ergänzt. Das war alles weit entfernt von gemütlich, komfortabel und erprobt.

Daher hatte ich beschlossen, mit dem T244 und der eher karg eingerichteten Wohnkabine nicht gleich zwei Wochen zu campen, sondern in Dänemark ein gemütliches Ferienhaus zu mieten und den LKW hauptsächlich als Reisemobil und Transportmittel (Fahrräder, Vorräte) zu nutzen. Nähe zum Strand: 2 Minuten zu Fuss. Der Urlaub sollte zum Schluss durch Camping light abgerundet werden. Der Plan war, unterwegs eine Liste dringend benötigter Verbesserungen anzulegen. Die wurde schnell lang !

Blavand ist eine für Dänemark typische Feriengegend an der Nordsee. Dort reihen sich hauptsächlich Ferienhäuser aus Holz aneinander, die in Dänemark Sommerhuset genannt werden und ganz unterschiedlich eingerichtet sind. Es gibt Luxusvillen mit Blubberpool, Sauna + Monster Flatscreen, mir persönlich sagen eher die persönlich durch einen original Dänen eingerichteten und urgemütlichen Häuser zu. Meiden würde ich immer Ferienhäuser „von der Stange“, die durch Firmen betrieben werden. Diese können lieblos eingerichtet und durch die Dauerbewirtschaftung abgenudelt sein. Daher sind für mich auch Ferienparks „dicht an dicht“ tabu und Campingplätze, die einem Supermarkt Parkplatz gleichen.  

Auf dem naturbelassenen Grundstück gabs den ersten, kleinen Gelände Test für den DAF, die Einfahrt war nämlich zu eng. So bin ich über eine benachbarte Wiese hinweg über kleine Büsche vors Haus gehoppelt. Das ging schon Mal problemlos und einfach im zweiten Gang.

Die meiste Zeit haben wir so mit faulenzen, ins kalte Wasser springen (Kinder), lesen, faulanzen, die Gegend erkunden, Brot backen, sandige Füße am Ofen trocknen und faulenzen verbracht.

Wie man sieht, kann man zu dem Zeitpunkt noch problemlos auf der Kabine herumlaufen. Das sollte sich später mit der Solaranlage ändern.

In Blavand hat ein Künstler ein paar dieser nützlichen und sehr haltbaren Strandhütten umgestaltet. Diese hatten wir Deutschen dort während der Besatzung ohne zu fragen errichtet, leider komplett ohne Sinn für Ästhetik. Aus der Ferne sehen die verlassenen und halb versunkenen Bunker nun aus wie Pferde, die ins Meer galoppieren. Vor allem in der Abenddämmerung ist der Effekt überzeugend. Sehr schön – und oft fotografiert.

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