My Corona Times – Corona Blues Tagebuch

Jeder hat die Corona Kriese anders erlebt. Das hier sind meine Bilder, welche meine Corona Wirklichkeit eingefangen haben. Das Tagebuch wird immer Mal wieder aktualisiert, falls mir noch etwas einfällt. Das neueste Bild ist stets oben.

„Deutschland krempelt die Ärmel hoch“ Unserer Regierung ist vor Weihnachten ein prima Slogan eingefallen, um Impfskeptiker umzustimmen. Das offizielle Kampagnen Video:

www.bundesregierung.de/breg-de/mediathek/impfung-corona-1832668

Tolle Kampagne, deren Beraterverträge sicherlich nicht billig waren. Das war Weihnachten letzten Jahres. Nun haben wir fast Februar, wo bleibt die Impfung ?

Eine unbequeme Wahrheit, die in den Massenmedien nicht vorkommt: Asylbewerber (meiner Beobachtung nach oft junge, gesunde Männer) werden vor Lehrern, Polizisten und der Feuerwehr geimpft. Quelle:

de.wikipedia.org/wiki/Priorisierung_der_COVID-19-Impfma%C3%9Fnahmen

17.01.2021: Ein ganz klein wenig Normalität in Hannover. Im Annapark hat das Mühlen Restaurant zwar nicht geöffnet, aber es gibt Snacks zum mitnehmen. Anstatt einem Lagerfeuer hat der Betreiber mehrere kleine Feuerschalen aufgestellt. In der Schlange halten die Menschen Abstand. Der Boden ist noch gefroren, ebenso die Annateiche.
10.01.2021 – Hannover Messegelände. Hier soll angeblich das zukünftige Impfzentrum entstehen, entsprechende Wegweiser entdecke ich nach einigem Suchen. Gespenstische Leere, zur Zeit passiert hier gar nichts. Wir haben zwar einen Impfstoff entwickelt, aber Inkompetenz und Bürokratie verhindern den breiten Einsatz. Währenddessen steigen die Infektionszahlen rasant und die Bevölkerung wird weiter gegängelt und gelockdownt. Im kleinen Land Israel sind zum gleichen Zeitpunkt bereits 25% der Bevölkerung geimpft.
30.12.2020, Baumarkt Hornbach. Der Baumarkt ist angenehm leer, es sind sind praktisch nur Baumarkt Mitarbeiter vor Ort und irgend jemand war so nett, die beknackten Hornbachdurchsagen abzustellen. In den Baumarkt kommt man nur mit einem Gewerbeschein und Perso, alle anderen bleiben draussen oder müssen online bestellen. Nix los, es hat nur eine Kasse auf und man ist sofort dran.
19.12.2020, kurz vor Weihnachten. Am Kronsberg lassen die Leute Drachen steigen, eventuelle Viren wehen draussen ja einfach weg. Ausgelassene Normalität in Hannover. Im Radio wird der Song „Driving home for Christmas“ von Chris Rea nicht mehr gespielt. Ob Corona eventuell doch nicht so schlecht ist ?
November 2020, ein verblichenes Plaket aus dem Sommer. Hier gab es das mit ABSTAND beste Eis.
Ein Plakat in der Bahn, ich bin mit dem Niedersachsenticket auf dem Weg nach Juist. Es ist Oktober 2020 und inzwischen wirken Plakate, wo Leute – ohne Maske – drauf sind völlig aus der Zeit gefallen. Die restliche Werbewelt hat sich nämlich umgestellt und bildet inzwischen eher Produkte oder Situationen als Leute ab. Oder die Leute haben tatsächlich ne Maske vor der Schnute.

In der Bahn nach Juist ist mir noch so ein Ding passiert …

Ich hab für mein Gepäck einen Fahrradanhänger dabei. Dem Schaffner ist nicht Recht, daß dieser im Eingang steht und er bittet mich, in den Wagon 2 umzuziehen, der ein geräumiges Fahrradabteil hat. Eigentlich ist aber genug Platz, man kommt gut drum rum und im Zug ist so gut wie nix los.

Das mache ich jedoch gern, im Bremen ziehe ich brav in den Fahrrad Abteil Wagon um, der aber irgendwie nicht viel anders ist. Gleiche Raumaufteilung, andere Einstiegsrampe. Das sieht der Schaffner, sagt aber nichts.

In Emden hält der Zug länger, es steigen zwei Polizisten zu und durchsuchen den Wagon 2, in dem ich sitze. Einer von denen hält Rücksprache mit dem Schaffner und spricht mich daraufhin gezielt und aggressiv an, ob ich denn meine Maske auch richtig auf hätte. Ich zucke mit den Schultern, lasse mich nicht provozieren und die beiden trollen sich. Mir wird klar, daß ich offenbar die Zielperson dieser Aktion bin und ich erkundige mich beim vogeligen Zugbegleiter, ob er mit der Situation etwas zu tun hat.

Er meint, er hätte bemerkt, daß ich „meine Maske nicht richtig auf gehabt hätte“ …

Dieser DB Corona Kapo hat also tatsächlich den Zug gestoppt und unter einen Vorwand die Polizei geholt, um mir wegen meinem Fahrradanhänger im nicht Mal zu 10% ausgelasteten Zug nach Norddeich Mole eins auszuwischen.

Das neue Corona Regime hat seine Denunzianten.

Bei der Rückreise ist es ähnlich gruselig. Ich muss am Frisia Anleger fast zwei Stunden auf den Zug warten und kochen mir hinter einer Absperrung mit dem Tragia Standkocher in Ruhe Kaffee, dazu gibts Kekse. Die Polizei – oder sollte ich überspitzt / satirisch sagen: die zukünftigen Schergen des Corona Regimes – fahren durch den Hafen und machen Corona Durchsagen aus dem Auto heraus mit Lautsprecher. Das Hafengelände, in dem die frische Briese der Nordsee durchpfeift, wird zur Corona Sperrzone erklärt. Maskenzwang, auch wenn man alleine ist. Ich bin froh, daß die Polizisten offenbar lieber bequem im warmen Auto sitzen als herumzulaufen.

Später im Zug sind ebenfalls laufend Corona Durchsagen. Die Zugbegleiterin wird durch zwei schwer bewaffnete Polizisten (beide mit Maschinenpistole) begleitet, vermutlich um Coronaleugner und Maskengegner rauszufiltern. Wie krass ist das bitte, wie in einem Bürgerkrieg. Da ich alle Anweisungen befolge und ich mich unauffällig verhalte, muss ich jedoch nichts befürchten.

Ich beschließe, zukünftig nur noch Auto und LKW zu fahren …

Aber es wird inzwischen immer komplizierter, den Spinnern zu entgehen. Hier im LIDL tut sich eine Mitarbeiterin besonders hervor, zieht mit wachsamen Auge durch die Gänge und schulmeistert Kunden, welche „die Maske nicht 100% korrekt auf haben“.

So eine kleine, drahtige und ganz ganz „toughe“ ist das, mit Bürstenhaarschnitt. Sie selber hat auf Grund ihrer Abmessungen aber kein Problem damit, mit Strassenschuhen auf die verpackten Lebensmittel zu steigen, wenn weiter oben im Regal ein leerer Karton abgeräumt werden muss.

Inzwischen bin ich ziemlich zynisch und übellaunig geworden. Beim Einkaufen schlage ich meinen Kids vor, daß sich jeder eine Packung Klopapier unter den Arm klemmt, damit die Leute vom Corona Regime wissen, daß wir „dazu gehören“. Das finden die beiden überhaupt nicht witzig.

Update Januar 2021: Inzwischen erscheint mir das, was ich damals geschrieben hab etwas harsch. Aber ich lass es einfach Mal so stehen, denn genau so hab ich es erlebt und empfunden.

Eines meiner Lieblingsbilder: der fast leere China Imbiss. Die neue Situation im Corona Zeitalter: mit dickem Parka einsam vor einem Bier sitzen, während die Tür sperrangelweit auf Zugluft eingestellt ist. Ausser dem Typen und mir war noch ein Pärchen vor Ort. Wir haben stillschweigend in bedrückter Stimmung unsere Mahlzeit eingenommen.
17.09.2020, Elternabend an der Schule meiner Teenager Kids. Natürlich mit Maskenzwang und meine ist inzwischen ziemlich abgenutzt. Aber draussen vor der Schule hat jemand eine praktisch neue weggeworfen, die ich vom Boden aufgehoben und eingesteckt habe. Ein prima gratis Upgrade für den Maskenpflichtigen mit seiner abgenudelten Maske !
Anfang September 2020, ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und radle am Flughafen Hannover entlang. Ich dachte im ersten Moment tatsächlich, daß dort „Corona Airlines“ am Flugzeug steht. So weit ist es inzwischen schon …
Sommer 2020, Schaufenster beim Bäcker um die Ecke. Die Typen dort haben echt einen Knall. Maskenpflicht – verstehe ich. Aber hier hat sich eine ausgewachsene Corona Hysterie manifestiert. Seit dem schwinge ich mich aufs Fahrrad und fahre einen Bäcker weiter.
Hannover, 07.07.2020. Ich bin gepieckst worden und nicht nur das. In der Schule meiner Kinder ist eine Corona Teststation aufgebaut, unser Edel Gymnasium nimmt an einer Vorzeige Aktion teil und alle, die es möchten, werden auf Corona getestet. Damit meine ich nicht nur einen PCR Test. An das aufsperren vom Rachen haben sich die Leute inzwischen gewöhnt so wie ans Zähneputzen. Es gibt zusätzlich einen Bluttest auf Corona Antikörper und das fand ich schon ganz interessant. Befund (wie von mir erwartet) negativ bei mir. Ich hab mich weder krank gefühlt zwischendurch, noch hatte ich unterwegs viele Kontakte. Dabei kam ich frisch aus der „Corona Hochburg Schweden“, naja so wurde es den Leuten zumindest vercheckt.
In Deutschland ist lockdown. Alle Läden und Restaurants haben zu. Und den Leuten wird gesagt, daß auch alle Grenzen dicht sind, was so nicht ganz richtig ist. Schweden hat in der Corona Kriese einen anderen (riskanten) Weg eingeschlagen und so gut wie keine Einschränkungen, auch bei der Einreise nicht. Wochenlang chille ich mit Peer, der nur elektronische Schule hat, allein an irgend einem einsamen See. Gelegentlich fahren wir etwas weiter und füllen nur bei dringendem Bedarf die Vorräte auf.
19.05.2020 – mit Peer in Schweden. Cool, wenn man so ein autarkes 4×4 Zombie Apokalypse Fahrzeug hat. Corona, das findet irgendwo anders statt. Daheim drehen alle am Rad: sollen sie doch … wir sitzen am See und spielen Siedler für Zwei.
Im Schuhcenter, Mai 2020. „wir freuen uns mit ihnen.“ Ja, und worauf ?
Unter strengen Auflagen haben manche Läden wieder geöffnet. Ist das Geschäft jedoch zu groß wird der Betreiber gezwungen, seine Ladenfläche durch Absperrungen künstlich zu verringern. Auf einem Schild steht: nicht über die Absperrung greifen …
Das Bild ist vom 08.05.2020, es wurde auf dem S-Bahnhof Hannover Kleefeld aufgenommen und zeigt: ein Werbeplakat für Anfang März. Die Wirtschaft steht still, sämtliche Restaurants, Baumärkte, Frisöre usw haben zu. Seit zwei Monaten gibt es keine neue Plakatwerbung mehr ! „Schnauze immer noch nicht voll“ – geradezu prophetisch für die nächsten Monate. Nein, wir haben die Schnauze immer noch nicht voll und sperren den Rachen auf für das Corona Wattestäbchen !
12.04.2020: Unterwegs in Frankreich. Die Regierung erlaubt Reisen nur aus gutem Grund, die Rückreise nach Deutschland oder Supermarktbesuche sind einer dieser beiden. Vor jedem Fahrtantritt gilt es daher, die Attestation de Deplacement Derogatoire auszufüllen. Ich grabe mein Schulfranzösisch aus. In Trumps Amerika wird gegen Corona dagegen praktisch nichts unternommen.
20.03.2020: Ich setze mich aus Deutschland ab. Hier sitze ich in einer heißen Quelle in Rennes-les-Bains, die 42 Grad Wassertemperatur hat, während in Deutschland und Frankreich alle daheim bleiben müssen. Aber Baden – dient der Reinlichkeit … Abends in der heißen Quelle hocken und die Sterne beobachten zählt zu meinen schönsten Erinnerungen in Frankreich.
27.02.2020: Leer gekaufte Reagale mit antiviralen Reinigungsmitteln in der Metro. Da war ich leider nicht fix genug gewesen. Nicht Mal die Metro hatte noch Reinigungsmittel, Einweghandschuhe und nur noch ganz grobes Klopapier !
Corona FFP3 Masken sollten im Frühjahr 2020 zu einem gefragten Artikel werden. Zusammen mit Reinigungsmitteln und Klopapier hamstern die Leute die Supermärkte leer. Einen Teil der Masken hab ich später zum fairen Preis an Apotheken verkauft …

So richtig bewußt wahrgenommen hab ich die Corona Situation im Februar 2020. Aus China kamen immer beunruhigendere Nachrichten und es wurde offensichtlich: das ist super ansteckend und wir kriegen Corona hier auf jeden Fall auch. Wie gefährlich Corona ist und welche Auswirkungen es haben wird war trotzdem nur schwer einzuschätzen.

Mir wurde jedoch schnell klar: Corona, das wird global und anders laufen als: „wir lagen mit der Pest an board allein vor Madagaskar“.

Daraufhin hab ich einen Großeinkauf gestartet, wie es später die meisten gemacht haben. Atemmasken waren in China komplett vergriffen, aber hier problemlos erhältlich. Ich hab mich daraufhin mit Atemmasken eingedeckt, weil mir klar war, daß das ein Einwegartikel ist und der Nachschub aus den Containern nur noch 30 Tage lang funktionieren würde. Aus China kam danach nix mehr. Auch keine Rohstoffe für Medikamente mehr. Ich war in dem Moment heilfroh über meine schlagkräftige, hochgelevelte Reiseapotheke und bestellte schnell noch einen Sauerstoff Generator, falls es im Krankenhaus mit den Plätzen zur Beatmung knapp werden sollte.

Mit den Kids hab ich den Film „Contagion“ als Bildungsfernsehen geschaut. Contagion zeigt sehr realistisch die Ausbreitung und die Bekämpfung einer neuartigen, tödlichen Seuche. Auch die gesellschaftlichen Auswirkungen wie Quarantäne, Engpässe, massenhaft Erkrankte und staatliches Versagen werden thematisiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.