Umbau / Erweiterung der Kabine (Teil 2)

Ein Blick auf meine spitzenmäßige Küchenzeile: es sind immer noch die einfachen und mit Kabelbindern verzurrten Campingmöbel, die ich beim Kauf des Fahrzeugs vorgefunden habe.

Inzwischen geht die Wasserversorgung auf Knopfdruck. Micha aka WD40 hat mir den schwarzen Tank links im Bild fast geschenkt. Eine einfache Pumpe drückt daraus Wasser in den Zapfhahn oben. 

Das Abwasser fließt einfach in zwei blaue Kanister, die gelegentlich geleert werden müssen. Ist einer voll, steckt man den Rüssel in den zweiten und merkt sich, beide demnächst zu leeren.  Frischwasser kann durch zusätzliche Tanks zum tragen ergänzt werden, auf dem Stuhl rechts stehen zwei. 

Oben über der Spüle sind die Kontrollen der Fussbodenheizung und vom Batterie Management eingebaut. Mit dem Bedienteil ganz rechts kann man einstellen, mit wie viel Ampere die Akkus aufgeladen werden sollen. Ein wichtiges Detail, denn auf manchen Campingplätzen rückt die Säule für den Landanschluss maximal 4 Ampere raus. Es würde daher ständig nur die Sicherung der Säule auslösen, wenn man ohne ein Management läd. So kann man einstellen, ob es 16A sein soll (zu Hause) oder gar nur 2A, weil sich ein Benzingenerator abmüht, den Akku zu füllen.

Der einfache, weisse Staukasten oben rechts im Bild enthält Zutaten zum kochen, er ist am Holzrahmen befestigt und so von hinten belüftet.

Der Kühlschrank ist hinten links eingebaut. Das Gerät verrichtet klaglos seinen Dienst, obwohl wir teilweise über Stock und Stein gehoppelt sind und es nur für Küchen daheim gebaut wurde. Der Kühlschrank wird von oben gegen umkippen mit dem Staufach gesichert. Damit die Tür nicht aufgeht, ist ein einfacher Spanngurt davor.  Den haben wir schon ein paar Mal vor der Abfahrt vergessen, dementsprechend sah es dann in der Kabine aus mit herumgekleckerten Saucen und Marmelade.  

Hinten links ist das Chemieklo und die „Technikabteilung.“ Das Chemieklo ist ebenfalls mit einem Spanngurt gesichert. Der große, blaue Kasten ist der Spannungswandler von Victron, der gleichzeitig bis zu 3000W / 230 Volt leisten kann und die Akkus aufläd. 5000W ist inzwischen Standard, aber mir reicht es. Links daneben ist der Sicherungskasten (Sicherungen und Fi) und zwei der vier Solarregler.

An alle Kabel kommt man gut ran. Das sieht optisch nicht hübsch aus, muss aber leicht zu erreichen und zu reparieren sein. Bei mir sieht es daher so aus, wie in einem U-Boot, wo man auch an jedes Rohr und Kabel herankommt und nicht wie in einem neuen Vorzeigefahrzeug mit Katalog Optik auf einer Allradmesse. Unter dem Chemieklo ist noch etwas Stauraum für Spülmittel, Seife und die notwendigen Chemikalien für das Klo.

Geplant war einmal eine Dusche, das ist die schwarze Wanne unten links. Aber das werde ich so nicht realisieren, ich hab mich inzwischen mit einer mobilen Dusche für draussen abgefunden. In der Kabine hätte ich Warmwasser, einen Schutz vor herumspritzenden Wasser, eine Pumpe und unter der Kabine Abwasser realisieren müssen. Statt dessen werden wir den Platz für Kästen und weiter Staumöglichkeiten für Wäsche / Schmutzwäsche nutzen.

Auf den Bildern ist ansonsten zu sehen, daß bei mir fast überall die original Militär Einfachverglasung drin ist. Wenn es kühl wird, hat man damit ein ständiges Problem mit Kondenswasser, was da in kleinen Bächen runter rinnt. 

Inzwischen werden die guten FM Shelter knapp und viele weichen auf ex-militär Kabinen aus Polen oder der Tschechei aus.  Ich kann davon nur abraten, ausser, man ist ausschließlich im Sommer unterwegs. Man verschwendet mit dem aufarbeiten / entkernen halb vergammelter Uralttechnik viel Zeit und hat dann immer noch das Problem der ungedämmten Fenster. Besser ist es inzwischen, sich eine Kabine komplett ohne Kältebrücken bauen zu lassen und den Innenausbau dafür selber zu machen. Wiegt ausserdem weniger.

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