Regen Spaziergang in Seattle

Im Winterhalbjahr ist Regenzeit in Seattle: es pladdert fast ununterbrochen. Das schränkt Unternehmungen in der Natur ziemlich ein, nicht jedoch Stadt Erkundungen. Dick in Pullover, Weste und Regenjacke eingepackt hab ich mich trotz Regen auf Entdeckungstour begeben. Insgesamt ist dieser Artikel aber eher kurz geraten, denn ich hab leider nur die „typischen“ Seattle Touri Sachen entdeckt.

Fussgänger mit Regenschirm am Pier 50 auf dem Weg nach Seattle
Der Weg vom Fähranleger Pier 50 in die Innenstadt, an einem regnerischen Tag.
Seattle Waterfront Marketplace Graffiti
Pulsierender Mittelpunkt der Stadt ist der Seattle Waterfront Marketplace bzw dem angrenzenden Pike Market Place.

Eine überdachte Markthalle, unterteilt in kleine Läden die teilweise eine jahrzehntelange Tradition haben. Hauptattraktion sind die Fischhändler, die sich unter lautstarkem Gezeter Fische zuwerfen. Sehenswerte Buchläden, Cafés, chinesische Garküchen oder urgemütliche Weinstuben laden zum verweilen ein. In der Markthalle kann man problemlos einen komplett verregneten Vormittag verbringen.

Marktstand mit Obst im der Pike Place Markethall
Frischer geht es nicht. Einer der vielen Obsthändler mit seinem knackig aussehenden Angebot.
Kleiner als Superman verkleideter Junge auf den Schultern seines Vaters im Menschen Gedränge
Unterwegs im Gedränge. Aber es gibt auch viele entspannte Ecken dort. Cafes, kleine schmöker Läden oder ruhige Restaurants, in die man einkehren kann.
World Greatest Schuh Museum in Seattle Pike Place
Das World Greatest Schuh Museum, mit Münzeinwurf um in die Ausstellung hinein zu lugen.
Gum Wall Seattle mit unzähligen Kaugummis
Ziemlich berühmt, aber leider auch ziemlich eklig ist die „gum wall“ (Wikipedia). Eine Gasse in unmittelbarer Nähe zur Markthalle, in der unzählige ausgelutschte Kaugummis kleben. Typisch Seattle !
Bunte Kaugummis der Gum Wall Seattle
Sieht eklig aus, aber tatsächlich riecht es hier sehr gut. In der Luft schwebt ein zarter Geruch nach Minze.
Narihira Poetry Plaque Seattle
Zufällig entdeckte Strassenkunst, die Narihira Poetry Plaque.
Fire Sale Murales in Seattle von Shepard Fairey
Fire Sale, von Shepard Fairey. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Verbrennen von Öl und dem Klimawandel.
Protest Schilder gegen die ICE Agentur
Eine liberale Grundhaltung hab ich in Seattle oft bemerkt. Die Amerikaner in Seattle treten oft für soziale Gerechtigkeit und Toleranz ein.
Miners Landing Gebäude in Seattle
Miners Landing. Hier kamen vor über einhundert Jahren die Goldschürfer an, um weiter nach Kanada oder Alaska zu reisen. Auf der Suche nach Gold. Heute: Touristenfalle 🙂
Der erste Starbucks am Pike Place 1912 in Seattle
Der erste Starbucks, am Pike Place 1912 ! Noch mit dem freizügigen Logo, wo man alles sieht.

Starbucks (Wikipedia) kommt aus Seattle und hat von hier aus mit gutem Kaffee & Sandwiches für die Mittagspause die Welt erobert.

Vier grüne Boeing Flugzeuge in Seattle
Eine weitere Firma, die aus Seattle kommt ist: Boeing. Der Flugzeugbauer hat hier seinen wichtigsten Produktionsstandort.

Ein Besuch der weltweit grössten Produktionshalle lohnt sich unbedingt, wenn man in Seattle ist. Der Parkplatz vom Besucherzentrum ist hier: 47.92184,-122.29026 (Google Maps)

Bei meinem Besuch in der Fabrikationshalle wurde an 6 Flugzeugen gleichzeitig gearbeitet. Leider sind keine Fotos erlaubt, so das ich hier ausnahmsweise einmal auf ein Stock Foto zurückgreifen muss:

(Bildrechte: Jennifer Buchanan, The Seattle Times)

Nur selten gewähren Hersteller Einblicke wie diese. Das Bild oben entspricht dem, was ich vor Ort gesehen, jedoch nicht selber fotografiert hab. Eine Tour durch die Boeing Fabrikhallen in Everett sollte auf jeden Fall gebucht werden, wenn man dort in der Gegend ist.

Ein Ort, den ich besonders geschätzt habe ist die 1910 erbaute Union Station (EN Wikipedia). Eine im Beaux-Arts errichtete Bahnhofshalle, die mit Mitteln von Microsofts Paul Allen restauriert wurde.

Halle der Union Station in Seattle
Weisser Sandstein, grüne Kacheln, Holztüren mit Messing
Stühle und Tische in der Union Station Halle Seattle
Schöner warten man nirgendwo auf einen Zug.
Sitzbank aus Holz in der Union Station Seattle
Eine Sitzbank aus Holz, extrem haltbar und in einer Qualität hergestellt, die man heutzutage nur schwerlich findet.
Holztüren und grüne Kacheln in der Union Station Seattle

Und wo bleibt man als Overlander, wenn man Seattle besuchen möchte ?

Am bekanntesten ist der Parkplatz vom West Seattle Taxi Pier. Etwa hier: 47.58927,-122.38298 (Google Maps). Der Blick auf die Skyline von Seattle ist lohnenswert, die Parkplätze sind sicher & kosten nicht viel. Von Anleger aus schippern Wassertaxis direkt nach Seattle.

Ich hatte das dringende Bedürfnis, noch weiter weg von der Innenstadt mit seinen teilweise problembeladenen Bezirken (Drogen, Obdachlosigkeit) zu parken. Kaum bekannt ist die Möglichkeit, am Nordanleger von Vashon Island zu parken. Dort gibt es zwei gratis Parkplätze. Der obere ist halbwegs gerade und erlaubt das abstellen von Fahrzeugen bis zu zwei Wochen, Wasser & Klo gibt es unten am Fähranleger.

Position: 47.507302,-122.467357 (Google Maps)

Ich hab dort mehrere sehr ruhige Tage & Nächte verbracht.

Zwei Wapiti in Vashon Island
^^ Blick aus meinem Fenster vom Vashon Island Parkplatz aus …

Von Anleger aus fahren Busse in den ruhigen & schnuckeligen Ort Vashon Island, wo es Restaurants, einen sehr guten Baumarkt und einen Supermarkt gibt. Das Wassertaxi nach Seattle kostet nur 7$, fährt allerdings nicht am Sonntag.

Halbfertiges Puzzle auf einem Tisch einer Fähre in Washington
Ein Gemeinschaftspuzzle für Gäste der Fähren in Washington.

Eine entspannte Zeit daher, wobei ich ein paar Attraktionen wie den Besuch der Needle ausgelassen hab. Nach Seattle ging es direkt weiter nach Kanada und von dort nach Point Roberts, USA.

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