Ein paar Tage in San Francisco. Von einem kleinen Hafen Parkplatz aus, der nur 20$ pro Tag kostet erkunde ich die Stadt. Ich bin in den Stassen Schluchten von San Francisco unterwegs und in der lebhaften Chinatown. Erneut versuche ich Motive zu fotografieren oder Blickwinkel einzunehmen, die den normalen San Francisco Touristen entgangen sind.

In San Francisco braucht man sportliche Haxen, wenn man dort zu Fuss unterwegs ist. Da die Strassen stur rechtwinklig angelegt wurden gibt es ungeachtet der geografischen Verhältnisse viele sehr steile Abschnitte. Um diese exremen Unterschiede zu überwinden wurden 1870 die Cable Cars (Wikipedia) entwickelt. Eine technische Meisterleistung und markante Touristen Attraktion.
In den Strassen verlaufen unterirdisch dicke Drahtseile, an denen sich die Cable Cars mit einer Klaue festhaken können. Angetrieben wird das System in einem einzigen Kraftwerk. Ich war dort:


Eine technische Meisterleistung aus einem längst vergangenen Jahrhundert. Eine moderne Meisterleistung ist das hier:

In ein paar Jahren wird es vermutlich ein alltäglicher Anblick sein, aber für mich war das im Jahr 2026 : neu & krass. Autos, die sich wie von Geisterhand gesteuert durch den anspruchsvollen Stadtverkehr in San Francisco bewegen. Eine krasse Erfindung und Science Fiction pur.
Das oben abgebildete Auto war auf der Kreuzung zum stehen gekommen, um dann bei rot 70cm zurück zu rollen. Ein beeindruckend schlauer Zug, um den Fussgängerüberweg freizugeben. Viele menschliche Fahrer würden das nicht tun. Die Verkehrsbeobachtung von dem Roboterauto war in der Situation perfekt, für ein autonomes Fahrzeug geradezu brilliant.
Google ist mit Waymo ganz weit vorn.




Ein Teil von San Francisco der mir besonders gut gefallen hat war Chinatown. Jede Stadt an der Westküste der USA hat ein Chinesenviertel, aber das in San Francisco ist besonders lebhaft und authentisch. Hier finden sich urige Garküchen, Teeläden aus denen es aromatisch riecht, China Restaurants und chinesische Lebensmittelhändler. Chinesische Stimmen mischen sich mit dem fremdartigen Geruch der kleinen Imbiss Läden während unzählige Menschen durcheinander wuseln.








Mit Chinatown hat San Francisco jedenfalls etwas, was anderen Städten in den USA fehlt. Eine lebhafte original Chinesische Community und nicht nur Souvenirläden mit immer dem gleichen Ramsch aus Asien.


Das sind keine „normalen“ Lavalampen, sie haben eine Funktion. Diese Wand mit Lavalampen wird Videoüberwacht, ausgewertet und indexiert. Die entstehenden Muster sind so zufällig, dass sie helfen Zufallszahlen für die Verschlüsselung vom Internet zu generieren.
Von denen braucht Cloundflare eine ganze Menge. Schön anzusehen – und nützlich für ein sicheres Internet. Tatsächlich kann es ganz schön kompliziert sein, grosse Mengen garantiert zufälliger Zahlen zu erzeugen. Ich hab mir das direkt vor Ort angeschaut.





Typisch amerikanisch, seinem Gegenüber die eigene Meinung möglicherweise etwas zu entschieden aufzudrängen.

San Francisco war für mich die bislang interessanteste Stadt in den den USA, Las Vegas (Artikel dazu) dagegen die Schrillste. Ich hätte hier noch viel mehr Zeit verbringen müssen, aber von den Visa Tagen waren nicht mehr viele übrig und mir stand noch der Rückweg nach Kanada bevor.
Die Städte Kanadas hatte ich als eher langweilig in Erinnerung. Eine super abwechslungsreiche Natur in Kanada, aber Städte wie Calgary, Saskatoon oder Winnipeg unterscheiden sich kaum. Nach zwei Tagen hat man alles gesehen, was interessant ist. Nicht so San Francisco, was mit unzähligen Museen, kulturell unterschiedlichen Vierteln, vielen Gärten & Parks, Bergen, dem Meer und jeder Menge interessanten Sehenswürdigkeiten aufwarten kann.
Und einer Geschichte, die wirklich alt ist, mit reichlich Artefakten & Gebäuden aus der Zeit der Besiedelung Amerikas. Ich hatte hier eine geniale Zeit.
