Pannenhilfe & Bergung auf Weltreise. Der Save a Camper Day, Special: USA !

Während ich Nachts auf einem abgelegenen & für maximal 4 Fahrzeuge ausgelegten Campingplatz in den Rocky Mountains der USA stehe … dringt von draussen ein lautes Krachen und Knirschen an mein Ohr. Ein spät ankommender Amerikaner hat seinen Trailer im Dunkeln auf einen riesigen Felsblock geschoben.

Es ist stockdunkel, es gibt keinen Mobilfunk und kein Abschlepper kommt hier raus. Wir Weltreisenden sind auf uns allein gestellt.

Havarierter Campinganhänger der Nachts auf einen Stein aufgefahren ist und fest sitzt. Ein Mann leuchtet mit dem Handy auf den Felsblock.

So beginnt die erste Geschichte in diesem Blogbeitrag meiner „der Save a Camper Day“ Serie. Darin berichte ich über Pannenhilfe und Bergungen unterwegs, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.

Ein „rock solid“ Trailer Parking Place in den Rocky Mountains, Wyoming September 2025

Der Fahrer hat zwei Fehler gemacht. Erstens war der Mini Campingplatz viel zu klein für einen Pickup plus Trailer. Zweitens hat er mitten in der Nacht versucht, trotzdem dort zu parken. Im Dunkeln wurde dabei ein Felsbrocken übersehen, der dort zur Absperrung platziert war.

Ich war eigentlich schon im Bett, aber mit der Aktion natürlich hellwach. Neugierig hab ich mir das Desaster angeschaut und ihm mitgeteilt, dass er am nächsten Morgen mit Hilfe rechnen kann. Daher: wenn im Tageslicht mehr zu sehen ist und hilfsbereite Personen auf dem Campingplatz ausgeruht & motiviert sind.

Er hat dann aber trotzdem noch selber (erfolglos) versucht, den Stein irgendwie zu verrücken oder den Trailer mit dem Pickup zu bewegen. Bis ihm andere Camper gesagt haben, dass sie nun ihre Ruhe haben wollen – und weder Krach noch Licht.

Der Amerikaner stand mit dem Anhänger weder schräg noch irgend jemanden im Weg, das konnte alles bis zum nächsten Morgen so bleiben. Bergungsaktionen im Dunkeln sind ganz blöd, ohne Not verschiebt man so etwas besser auf den Tagesanbruch.

(Noch besser ist es natürlich, sich rechtzeitig bis zum Sonnenuntergang in aller Ruhe einen Stellplatz zu suchen).

Ein Campinganhänger sitzt auf einem grossen Stein fest
So sah die Lage am nächsten Morgen aus. Zunächst wurde der Campinganhänger hochgekurbelt, um etwas Luft zwischen den Stein und den Unterboden zu bekommen.
Ein Mann gräbt mit einer gelben Brechstange einen Stein aus, der unter einem Campinganhänger sitzt.
Mit der Goldsucher Ausrüstung (jepee !!) hab ich dann zusammen mit dem Ami die Erde rechts vom Stein weggegraben. Um den Felsblock zu versenken und um ihn weg vom Campinganhänger bewegen zu können.

Die gelbe Murxi Brechstange (Schweizer Hersteller) war dabei sehr hilfreich, um den Felsbrocken in die richtige Richtung zu hebeln.

Ein orangener Spanngurt wird um einen Stein gespannt, der einen Campinganhänger blockiert
Eigentlich sah es schon recht gut aus und so, als wäre der Stein bereits weit genug vom Trailer weg. Dann gab es zusätzlich noch tatkräftige Hilfe durch einen Mercedes 917 Fahrer, der einen Bergegurt griffbereit hatte.
Ein Mercedes 917 zieht mit einem orangenen Spanngurt eine grossen Stein
Das hat den Stein die entscheidenden Zentimeter hochgezogen – und zusätzlich gesichert. Der Camping Trailer konnte daraufhin gefahrlos und leicht mit dem Pickup weggezogen werden.

Vom ersten Foto bis zum letzten sind etwa 45 Minuten vergangen.

Bei Tageslicht, im Team und mit jeder Menge Material und hilfsbereiten / motivierten Personen war das eigentlich keine grosse Sache. Nachts fühlen sich die Leute verständlicherweise gestört. Doch am nächsten Morgen hatte jeder auf dem kleine, abgelegenen Stellplatz dort mitten in den Bergen Bock, spontan mit anzupacken !

Verwendete Mittel: Murxi Brechstange, kleine Schaufel, grosser Schraubenzieher zum Erde auflockern, Wagenheber, Unterleg Holz, Bergegurt. Zur Abwechslung mal Mercedes 917 Power anstatt DAF T244 !

Eine perfekt verankerte Strassensperre mit einem 40 Tonner, Montana September 2025

Quer stehender 40 Tonner

Der Fahrer hatte mich zwar gefragt, ob ich ihn mit meinem LKW rausziehen könnte – aber gegen die ca 40 – 50 Tonnen hätte der 8 Tonnen schwere DAF T244 keine Chance gehabt. Damit macht man sich nur den Antriebsstrang kaputt und das Resultat wären zwei havarierte Fahrzeuge gewesen.

Ursache: der LKW Fahrer hatte versucht, das Gespann auf der Strasse zu drehen. Dabei sind die Räder vom Auflieger und die Räder der Zugmaschine auf den Seitenstreifen geraten.

LKW Havarie, ein Trailer Ständer hat eine Schleifspur auf dem Asphalt hinterlassen
Der Auflieger sass daraufhin mit dem Ständer auf der Strasse fest und die Zugmaschine hing in der Luft.
In der Luft hängende LKW Reifen von einer Zugmaschine
Die Antriebsräder der Zugmaschine. Wir haben versucht, mit alten Reifen Traktion aufzubauen, aber das hat nicht funktioniert.

Wir hatten beide keinen Mobilfunk, mein Versuch die 911 anzurufen lief ins leere.

Obwohl ich mit meinem Truck selber nichts ausrichten konnte war mein Starlink Mini (Artikel dazu) dann unsere Rettung. Ich hab dem Fahrer das WLAN Passwort gegeben. So konnte er telefonieren und seiner Zentrale die Lage schildern.

Seine Leute haben daraufhin innerhalb von einer Stunde einen Schwerlast Abschlepper organisiert.

Drohnen Bild einer Havarie. Im Bild steht ein LKW quer auf einer US Strasse.
Luftbild der LKW Havarie, mit dem quer stehenden Fahrzeug

Der Fahrer hat mich dann gebeten, bis zur erfolgreichen Bergung vor Ort zu bleiben, um die Kommunikation mit seinen Leuten über Starlink aufrecht zu erhalten. Ich hatte daher viel Zeit, die Bergung zu dokumentieren um zu lernen, wie es die Profis machen.

Oder mitzuerleben, was dabei so alles schief gehen kann …

Gelbes Schwerlast Abschleppfahrzeug vor einem havarierten LKW in den USA
Nach 45 Minuten war Profi Equipment vor Ort.
Selbstportrail vor einem Sheriff Squadcar vor einem Verkehrsstau
Die Polizei war inzwischen auch eingetroffen, da der Verkehr wegen der errichteten Strassensperre umgeleitet werden musste.

Problem war, dass der Wrecker dann versucht hat den LKW in einem sehr ungünstigen Winkel zurück auf die Strasse zu ziehen. Ich hätte versucht, einen weiten Bogen zu fahren um den Winkel zwischen der Zugmaschine und dem Trailer zu vergrössern. Der Wrecker hat genau das Gegenteil gemacht.

Drohnen Bild einer Havarie mit eingezeichneten Winkeln der Fahrzeuge zueinander
Rot: Zugrichtung vom Wrecker. Grün: so hätte ich es gemacht
Ständer von einem LKW Trailer der sich neben dem Asphalt eingegraben hat
Daraufhin sind die Kufen vom Ständer von der Strasse gerutscht, haben sich unter den Asphalt geschoben und eingegraben. Der Trailer war damit praktisch einbetoniert.

Das hatte sich zu einer wirklich sehr haltbaren Strassensperre entwickelt. Und der Wrecker hatte auch etwas abbekommen.

Ausgelaufenes Hydraulik Öl neben einem Schwerlast Abschlepper
Überlastete Hydraulik vom Wrecker: eine riesige Öl Lache am Strassenrand …
Blick unter einen LKW Trailer mit verzogenem Ständer
Komplett verzogener Ständer. Mit mehr Kraft kann man auch mehr Schaden anrichten.

Lösung: die Hydraulik vom Wrecker war hinüber. Der Schwerlast Abschlepper ist daraufhin von der anderen Seite an den Trailer rangefahren und hat ihn an den stabilen Hinterachsen nach links gezogen. Vorne konnte er ja nicht mehr weg.

Ich hab die Richtung auf dem Drohnen Bild mit einem grünen Pfeil markiert. Das hat den Winkel geöffnet, die hinteren Räder standen mit festem Kontakt auf der Strasse und der Ständer wurde entlastet.

Damit war der LKW befreit und ist aus eigener Kraft über den unbefestigten Seitenstreifen zurück auf die Asphalt Strasse gerollt …

Verwendete Mittel: Starlink zur Kommunikation in Notfällen

Subaru mit undichtem Kühlwasserschlauch, Steamboat Springs, Oktober 2025

Dieser schwarze Subaru stand mit geöffneter Motorhaube und einer kleinen Wasserlache unter dem Motorraum am Rand vom Highway 40.

Havariertes Auto mit geöffneter Motorhaube und davor stehenden DAF T244 LKW
Erst mal: Absicherung der Unfallstelle, mit einem zufällig am Strassenrand herumstehenden Hütchen.
Motorraum mit einem Schlauch der sich gelösst hat. Die Stelle wird mit einem roten Kreis markiert.
Bei dem Subaru hatte sich der Kühlwasserschlauch gelöst, der Motorraum war komplett nass und es dampfte zunächst dramatisch.

Der Fahrer meinte, er hätte den Kühlwasserschlauch vor kurzem ersetzt. Dabei hat er ihn offenbar nur lose drauf gesteckt, ohne die Sicherungsmanschette richtig anzubringen.

M;otorraum wo ein roter Pfeil auf eine zusätzlich angebrachte Schlauch Schnelle zeigt
Die Zuleitung für den Ausgleichbehälter war extrem lose und undicht, ich hab das bei der Gelegenheit mit einer Schelle aus dem LKW festgezogen.
Eine Hand hält am Rande einer Schnellstrasse vor einem Auto mit geöffneter Motorhaube eine rote Box mit Schlauchschellen

Das war super leicht. Komischerweise hat uns die ganze Zeit von der gegenüber liegenden Strassenseite ein Polizei Auto zugeguckt. Ich und der Subaru Fahrer haben uns gemeinsam darüber gewundert, dass der Polizist nicht mal rüber gekommen ist, um nach dem rechten zu sehen.

Der Subaru Fahrer hat sich über die Hilfsbereitschaft anderer Autofahrer in den USA tatsächlich eher pessimistisch geäussert. Mir egal, ich komm ja aus Europa.

Verwendete Mittel: Zange, kleine Schelle, Wasser

Mercedes Sprinter / Hyper ML580 4×4, abschleppen in den Canyonlands, Oktober 2025

DAF T244 LKW am Strassenrand mit einem havarierten Hyper ML580

Rechts im Bild steht das Fahrzeug von Uwe und Eva. Aus der Hinterachse kamen komische Geräusche, die sehr ungesund klangen. Der Camper war nicht mehr fahrbereit.

Da wir das Fahrzeug im Leerlauf mit der Hand problemlos schieben konnten kam ein Abschleppen mit dem LKW offenbar in Frage. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe muss man besonders vorsichtig sein, um nicht noch mehr zu beschädigen.

Zum Glück war ganz in der Nähe ein Campingplatz. Ich hab den ML580 zunächst 200m rückwärts gezogen.

Ein Hymer ML580 wird von zwei Personen mit Abschleppseilen zum Abschleppen vorbereitet
Dann wurde umgekoppelt, um den Hymer vorwärts in die Einfahrt zu schleppen. Hauptsache erst Mal runter von der Schnellstrasse. Dazu musste die Strasse überquert werden, was 20 kritische Sekunden waren.
LKW und Kompakt Camper mit einem grünen Abschleppseil verbunden
Gerettet, runter von der Hauptstrasse. Uwe hatte ausgesprochen gute Ausrüstung dabei, mein Material kam diesmal gar nicht zum Einsatz.

Alles neu und originalverpackt. Es war daher eine gute Gelegenheit, das mal auszuprobieren.

Wir hatten: Warnwesten, Funkgeräte, zwei neue Abschleppseile mit unterschiedlicher Länge, Warndreieck, Warnhütchen. Die Aktion wurde in Ruhe besprochen und den Bildern sieht man an, dass wir ausgeruht und (trotz allem) gut gelaunt waren.

Piste in den Canyonlands Utah mit rosa Wolkenhimmel und LKW im Hintergrund
Mein Nachtlager am Rand der Einfahrt zum Campingplatz.
DAT t244 LKW und Hymer ML580 stehen gemeinsam am Rand einer Piste
Am nächsten Morgen: ich hatte frische Brötchen dabei. Aus einer Knack-Back Dose + im Omnia gebacken.

Eine Überlegung war es, die quer unter dem ganzen Auto verlaufende Kardanwelle zur Hinterachse auszubauen, um das Fahrzeug nur mit Vorderradantrieb zu bewegen. Leider funktioniert das beim werkseitig verbauten „modernen 4×4“ vom Mercedes Sprinter jedoch nicht. Das Getriebe hat nämlich keine Mitteldifferentialsperre, die man in dem Fall zwingend einlegen müsste.

Eine permanent 4×4 Sparlösung von Mercedes, die sich nun bitter rächen sollte. Für Uwe & Eva kam leider nur ein Weitertransport in die nächste Mercedes Camper & Van Werkstatt in Frage: 300 Kilometer nach Salt Lake City. 6 Stunden Fahrt, Kostenvoranschlag für das Abschleppen: 1900 Dollar.

Viel mehr als von der Hauptstrasse runter ziehen konnte ich daher insgesamt nicht machen. Aber auf der breiten Nebenpiste konnten die beiden in Ruhe übernachten, mögliche Optionen recherchieren, telefonieren und ohne Stress die notwendigen Entscheidungen treffen.

Verwendete Mittel: 2x Abschleppseil mit Softschäkel einmal lang / einmal kurz

Camper Tailstrike im Valley of Gods, Oktober 2025

Weisser Camper hat sich im Valley of the Gods Utah festgefahren
Das sind Dominique & Gaelle, die sich mit ihren beiden Kindern Charlotte und Mathilde im Valley of Gods, Utah, festgefahren haben. Es ging nicht vor und es ging nicht mehr zurück.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sie den Camper bereits gewendet und wollten auf dem gleichen Weg wieder aus dem Tal rausfahren.

Furche in einer Piste die durch eine Anhängerkupplung verursacht wurde
Die Anhänger Kupplung hatte eine lange Furche in die Piste gezogen.
Camper mit sehr langem Überhang steckt in einer Senke fest
Der Camper war mit seinem langen Überhang absolut nicht dafür geeignet, auf dieser Offroad Piste bewegt zu werden.

Zwei Stempel unter dem Fahrzeug, die im Stand zur Stabilisierung verwendet werden hatten ebenfalls Kontakt zum Boden. Bei einem Abschleppmanöver wären die möglicherweise verbogen oder abgerissen.

Ein weiteres Problem war, das ich keine Möglichkeit gefunden habe, eine Abschleppöse anzubringen. Eventuell hätte man an der Vorderachse ziehen können, aber das sah meiner Meinung nach alles nicht gut aus.

Fahrer mit gelben Shirt betrachtet Camper, der in einer Senke fest steckt
Eigentlich eine wunderschöne und abwechslungsreiche Gegend dort, aber unsere Aufmerksamkeit war in dem Moment nicht auf die Berge oder den Sonnenuntergang gerichtet.
Camper steht mit Hinterrad auf einem Sandblech
Eine Lösung war es dann, das Fahrzeug hinten mit den Hydraulikstempeln anzuliften, um Sandbleche unter die Hinterräder zu schieben. Das waren die entscheidenden 3 Zentimeter und so hatten die Räder wieder Gripp.

Damit konnte sich der Camper mit eigener Kraft aus seiner misslichen Lage befreien, erste Bergung erfolgreich ! Aber es fing bereits an, dunkel zu werden so dass wir gemeinsam beschlossen haben, ein paar Meter weiter auf einer kleinen ebenen Fläche zu übernachten. Um am nächsten Morgen gemeinsam dort raus zu fahren.

Ich hab die Franzosen bei der Gelegenheit etwas ausgefragt, wie sie zu ihrem Fahrzeug gekommen sind. Der Camper hatte ein Kennzeichen aus Quebec und wurde blind über einen Agenten in Montreal Kanada gekauft. Dieser Agent macht nichts anderes als Camper anzukaufen, zu verkaufen und auch zuzulassen. Die Familie hat 47.000€ bezahlt, das Auto hat 120.000km runter und ist 12 Jahre alt.

Der Fahrer meinte, dass er ihn auf jeden Fall für 42.000€ wieder verkaufen kann, was ein Verlust von 5.000€ wäre, in etwa. Viele Familien zahlen in den USA aber zwischen 3.000€ – 4.500€ Miete pro Monat für so ein Fahrzeug und die kleine Familie ist damit – ein Jahr lang – unterwegs. Ganz schön clever, das so zu machen.

Am nächsten Morgen gab es Teil zwei der Bergung.

Ein Mann pumpt Reifen von einem weissen Camper mit Hilfe von einem Druckluftschlauch auf. Der Druckluftschlauch ist mit einem Offroad LKW verbunden.
Zunächst haben wir die Hinterreifen mit Hilfe vom DAF T244 LKW aufgepumpt, um einen winzigen Tick mehr Höhe zu gewinnen. Aus der LKW Druckluftanlage kann man bis zu 7 bar abzapfen.

Auf Kosten der Traktion, aber dafür hatten wir ja die Sandbleche. Dann ging es gemeinsam los, um das verzwickte Valley of Gods zu verlassen.

Ein weisser Camper fährt auf ein ausgetrocknetes Bachbett zu, vor dem ein Mann kniet.
Eine Stelle wo wir uns gemeinsam sicher waren, dass es Schwierigkeiten geben würde. (Bildrechte: Carsten Giegler)
Weisser Camper und DAF T244 LKW vor roten Sandstein Felsen in den USA
Carsten, der zufällig mit seinem Auto dort unterwegs war hat die traumhaft schöne Landschaft mit unseren beiden Fahrzeugen eingefangen. (Bildrechte: Carsten Giegler)
Weisser Camper vor einer schwierigen Überquerung von einem ausgetrockneten Bachbett in den USA
An der rechten Seite der Piste sah es so aus, als könne es vielleicht gehen. Rangieren & erneuter Brückenbau mit Sandblechen.

Es ging vor allem darum, es den angetriebenen Hinterrädern einfach zu machen. Hinterradantrieb auf eine Achse mit Doppelbereifung, das war ja schon mal nicht sooo schlecht.

Camper in rotem Sandstein Gebet unterwegs, Utah USA
^^ erneut Schleifspuren, aber geschafft … Zu dem Zeitpunkt war mir völlig rätselhaft, wie es die Familie überhaupt geschafft hatte, am Abend zuvor so weit zu kommen. Wir waren ja auf dem gleichen Weg zurück.

Glück für uns: das war die letzte schwierige Stelle, danach war die asphaltierte Hauptstrasse nicht mehr weit.

Ich hatte kurz zuvor bei Uwe & Eva mitbekommen, wie teuer Abschleppwagen in den USA sind. Je offroadiger, um so teurer. Der kleinen Familie hab ich daher garantiert um die 500$ – 1000$ gespart.

Verwendete Mittel: 2x Sandblech

Mazda Reifenpanne kurz vor Tucson, November 2025

Ein Mann mit Cowboyhut kniet neben einem roten Mazda mit Reifenpanne am Strassenrand
Das ist Bob, der mit seinem Mazda auf der US 77 Richtung Tucson eine Reifenpanne hat. Er war gerade dabei, das Auto mit dem Wagenheber anzuliften um das Notrad zu montieren.
Eine Radmutter wird mit Hilfe von einem Verlängerungsrohr gelösst
Ich dachte schon, dass meine Hilfe nicht nötig wäre, aber die Radmuttern waren so fest dass sie ohne mein Verlängerungsrohr nicht aufgegangen wären.
Spezial Nuss für Radmuttern von Mazda
Mir ist hier erneut (letzte Pannenhilfe Reportage) diese komplizierte Spezialnuss der Japaner begegnet, mit der eine der Schrauben gelösst werden muss. Wenn man die nicht dabei hat bekommt man das Rad nicht von der Achse.
Kaputter Sailun Autoreifen aus Kambodscha
Ich hab den kaputten Reifen mit Luft aus dem LKW aufgepumpt, um nach dem Leck zu suchen.

„Sailun made in Cambodia“. Der totale Mist. Der Reifen hatte überall Beulen und dort wo die Luft rausgezischt ist war seitlich ein Riss. Das Stahlgeflecht darunter war gerissen, an der Flanke war eine länglich Beule.

Durchstiche oder selbst Flankenschäden kann man reparieren, aber wenn das Stahlgewebe gerissen ist kann man den Reifen nur noch wegschmeissen.

Bob meinte, er hätte die gerade erst gekauft und tatsächlich sah die Lauffläche noch sehr gut aus. Trotzdem komplett lebensgefährlich, mit so einem fernost Billigprodukt herumzukurven. Das haben die aus irgendwelchen Resten für 20 Dollar recycelt.

Verwendete Mittel: Zuversicht + Verlängerungsrohr

Teilen mit:

1 Kommentar

  1. Bist ja ganz umtriebig in den USA unterwegs, der aus Europa gebeamte Pannenhelfer. Irgendwann steht bestimmt mal das Lokalfernsehen vor dem LKW und du wirst richtig bekannt. Und bekommst mehr Stoff für Geschichten.
    Einige der Pannen sind schon skurril – der querstehende LKW mit Profi-Fahrer und Profi-Abschlepper … oh je. Und mit welchen Womos man sich im Offroadfahren versucht … lehrreich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert