Zurück in Vancouver BC. Eine Stadtbesichtigung

Ich bin zurück in Kanada, nachdem ich in Europa ein paar persönliche Sachen erledigt hab. Behördenkrams plus einen genialen Kurzurlaub mit Mia & Peer, die gerade Zeit hatten. Da der LKW leider noch einen Werkstatt Termin hat – hab ich etwa 10 Tage Zeit, um Vancouver zu erkunden.

Blick auf Vancouver und den Frazer River vom Flugzeug aus
Landeanflug Vancouver, mit einem Blick auf die riesige Metropole. Weiter hinten ist der golden schimmernde und träge vor sich hin fliessende Fraser River.
Eislandschaft Grönland vom Flugzeug aus gesehen
Ich bin diesmal über Island und später über Grönland (^^Foto) hinweg geflogen. Von Frankfurt aus nach Vancouver nur 12 Stunden unterwegs zu sein anstatt 21 wie auf dem Hinflug – das war viel zu verlockend und mir den leichten Aufpreis wert.

So hab ich exakt eine Stunde in Keflavik / Island verbracht. Einer Insel, zu der ich auf jeden Fall nochmal zurück kehren muss. Beim Weiterflug nach Kanada erhascht man nicht nur einen Blick auf die Eisinsel Grönland sondern auch auf die riesigen, verschneiten Landmassen von Kanada.

Schneebedeckte Berge Kanadas zwischen Wolken vom Flugzeug aus gesehen

Als Europäer hat man überhaupt keine Vorstellung von der Grösse des nordamerikanischen Kontinents. In Europa reicht es, 2 Stunden mit dem Flugzeug unterwegs zu sein um unsere Aussengrenzen zu erreichen. Über dem riesigen Land Kanada war ich dagegen mehr als 6 Stunden im Flugzeug unterwegs. Und immer noch in Kanada.

Zu dem Zeitpunkt über winterlich verschneiten, völlig verlassenen Landstrichen, um dann nach Stunden Richtung Vancouver einzuschweben.

LKW mit offener Kabinentür und einem Koffer und einer Tasche davor
Zurück bei meinem geliebten LKW, der meine Abwesenheit auf dem Vancouver Long Term Value Parkplatz (Google Maps) verbracht hat. Preiswert, bewacht und nur zwei Metro Stationen vom Flughafen entfernt.

In Vancouver, Zeit für etwas ungewöhnliches Touri Sight Seeing !

Strasse mit blühenden Kirschen in Vancouver
Mit der Jahreszeit hatte ich ich Glück. Mitte April blühen in Vancouver die Kirschen. Währenddessen liegt der Rest des Landes noch unter einer dichten Schneedecke.

Für das milde Klima sorgt in Vancouver die Kuroshio oder Japan Strömung (Wikipedia), mit der warmes Pazifikwasser heranführt wird. Solange die Sonne scheint ist es im April bereits herrlich warm und die Menschen sind draussen, um den Frühling zu geniessen.

Blaues Kunstwerk The Drop in Vancouver
An der Hafen Promenade, „The Drop“. Hier legen auch die zahlreichen Kreuzfahrtschiffe an, die Vancouver besuchen.
Steam Clock in Gastown Vancouver
Wenn man durch den Stadtteil Gastown kommt ist ein Foto der mit Dampf (Wikipedia EN) betriebenen Uhr ein Muss. Sie ist mit Baujahr 1977 gar nicht soo alt, wie sie aussieht. Ging aber ein paar Stunden nach …
Eingang vom Marine Building Vancouver mit zwei Drehtüren die aus Holz, Glas und Messing sind
Ein verstecktes Highlight ist das Marine Building, in der 355 Burrard Street (Google Maps). Art Deco im Stil der 30er Jahre mit viel Holz, Messing und gepolsterten Leder Möbeln in Inneren.

Eine kleine Bilderserie dazu ist hier: Marine Building Vanvouver

Das Eingangsportal war schon oft Kulisse in Filmen, der Eintritt ist frei !

Dr. Sun Yat-Sen chinesischer Garten in Vancouver
Im klassischen, chinesischen Garten von Dr. Sun Yat-Sen. In Chinatown und damit als Ruhepol in der Mitte der hektischen Stadt gelegen.

Chinatown selbst hat mir nicht besonders gefallen. Einerseits ist das Erlebnis „Chinatown San Francisco“ (Artikel) schwer zu toppen, andererseits strahlt der Drogen Horror der Hastings Street mit Hunderten Abhängigen leider auch auf Chinatown Vancouver aus. Viele Geschäfte rund um den Park stehen leer. Es ist erkennbar wenig Geld für Instandsetzungen und der Pflege des Gartens vorhanden.

In vielen Hauseingängen sitzen Drogenkonsumenten – oder dämmern einfach so dahin. Über Chinatown Vancouver liegt ein ständiger, penetranter Urin Geruch. Kein Wunder, dass die Besucher weg bleiben, was schade ist.

Rosa Kirschblüten im Stanley Park Vancouver
Dafür ist im Stanley Park, einem der grössten Stadtparks in Nordamerika überhaupt, die Welt noch in Ordnung.
Zwei Bilder rot und weiss blühender Blumen
Insbesondere im Frühling, wenn die Natur erwacht blüht es an jeder Ecke. Der Geruch frischer Blumen erfüllt weite Teile des Parks.

Vancouver wird als eine der lebenswertesten Städte Nordamerikas bezeichnet. Die vielen Parks und Museen und die phänomenale Lage am Wasser mit seinen vielen Promenaden unterstreichen diesen Anspruch. Ich hatte wegen der massiv sichtbaren, offen Drogen Scene einen etwas anderen Eindruck, aber tatsächlich sind die weitläufigen Parkanlagen einen Besuch wert.

Zwei Skulpturen aus Metall der lachende Personen vom Amazong Laughter Kunstwerk in Vancouver
Strassenkunst in Vancouver: die amazing laughter Skulpturen
Roter Ford der als Kunstwerk von zwei Bäumen durchbohrt wird
Ein Ford Truck als Kunstwerk
U-Bahn Station in Vancouver mit Blick auf die Schienen und den Tunnel
Ein spannendes Erlebnis in Vancouver ist: U-Bahn fahren.

Die Züge fahren automatisch und haben keine Kabine für einen Fahrer. Daher kann man sowohl vorne als auch hinten rausschauen, was für ungewöhnliche Blickwinkel auf das Tunnelsystem sorgt.

What a ride Wandbild Graffiti in Vancouver aus einem bunten Baum als Karussell
Streetart in Vancouver

Ein Highlight, was man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte ist das Vancouver Aquarium, im Stanley Park. Insbesondere dann nicht, wenn man einen Regentag überbrücken muss. Das Aquarium stellt die maritimen Lebensräume rund um Vancouver dar, Highlight waren für mich die Quallen.

Nordische Seenessel im Aquarium Vancouver
Rotes Seeanemonen Riff und zwei Quallen
Die Quallen und Lebensräume der kalten Pazifik Riffe rund um Vancouver sind ein Schwerpunkt vom Aquarium.
Silberner Fisch mit schwarzem Auge

Besonders hübsch fand ich diesen Chinesischen Wasserdrachen:

Grüner Chinesischer Wasserdrachen Agame

Vancouver ist reich an Grünanlagen, Parks und Ausstellungen. Wenn das Wetter dazu einläd sind die Menschen im Stadtgarten Stanley Park unterwegs oder flanieren an der lang gestreckten Waterfront.

Zwei Bilder mit Kirschblüten und Magnolien
Rote Blätter von einem japanischen Ahorn
Diese Magnolien, Rhododendren und den rotblättrigen japanischen Ahorn hab ich im VanDusen Park entdeckt.
Labyrinth im VanDusen Park Vancouver
Im VanDusen Park kann man sich in einem kleinen Labytinth verlaufen. Diese aus dem alten Europa stammende Idee ist in nordamerikanischen Parks eine Seltenheit.
Bootsanleger mit Hochhaus Kulisse in GrandVille Island Vancouver

Grandville Island, zu der kleine Fähren von Vancouver aus übersetzen ist ein weiterer, spannender Hotspot für Touristen. Zwischen den Hausbooten gibt es auf den hölzernen Planken der Bootsstege im Sommer Live Musik und Unterhaltung durch Kleinkünstler.

Zwei Junge Menschen tanzen zu Musik in der Strasse während 7 Personen fröhlich zuschauen
Zwei Jugendliche, die spontan angefangen haben zur Musik zu tanzen …

Gleich nebenan, in der Markthalle, warten Obst- und Gemüsehändler mit prächtig aussehenden Angeboten auf Kunden.

Schalen mit schwarzen Brombeeren und roten Himbeeren Market Place Grandville Island Vancouver

Der trubelige Markt lohnt sich sehr. Mit ein paar Andenken, einer heissen Tagessuppe an einem der Stände plus einer Handvoll frischem Obst als Nachtisch gibt man für einen fantastischen Nachmittag auch nicht viel Geld aus.

Vom Hügel des Queen Elizabeth Quarry Gardens hat man eine prima Übersicht über die Skyline Vancouvers, bis zu den schneebedeckten Zipfeln der Berge.

Geodätische Kuppel und Springbrunnen der Bloedel Conservatory in Vancouver Kanada
Herz des Parks ist die Bloedel Conservatory, mit einem geodätischen Gewächshaus.
Bunter Papagei mit rot grünem Gefieder
Ein Stück kleines Urwald mitten in Vancouver, mit exotischen Papageien. Dort kann man eine gute Stunde verbringen, idealerweise falls man doch mal von einem Regenscheuer überrascht wird.

Bei meinem Werkstatbesuch ist dann soweit alles glatt gegangen. Es wurde ein Problem mit der Gangschaltung / Wasser im Getriebe behoben und zwei Kreuzgelenke im Antriebsstrang erneuert. Ich hoffe es zumindest. Keine grosse Sache, aber doch etwas, was ich vor dem Trip rauf nach Yukon und eventuell Alaska unbedingt erledigt haben wollte.

LKW Nachtlager Yachthafen Parkplatz Denman Street mit beleuchteten Hochhäusern Mond
Mein Nachtlager in Vancouver. Campingmöglichkeiten sind in Vancouver extrem rar. Eine der wenigen Optionen war der Denman Street Parkplatz am Yachthafen kurz vor dem Stanley Park.

Koordinaten: 49.29344,-123.13408 (Google Maps)

Dort ist Übernachten erlaubt. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Parkplätzen in Vancouver, ich hab dort für 24h umgerechnet nur ca 22€ ausgegeben.

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