Ich bin zurück in Kanada, nachdem ich in Europa ein paar persönliche Sachen erledigt hab. Behördenkrams plus einen genialen Kurzurlaub mit Mia & Peer, die gerade Zeit hatten. Da der LKW leider noch einen Werkstatt Termin hat – hab ich etwa 10 Tage Zeit, um Vancouver zu erkunden.


So hab ich exakt eine Stunde in Keflavik / Island verbracht. Einer Insel, zu der ich auf jeden Fall nochmal zurück kehren muss. Beim Weiterflug nach Kanada erhascht man nicht nur einen Blick auf die Eisinsel Grönland sondern auch auf die riesigen, verschneiten Landmassen von Kanada.

Als Europäer hat man überhaupt keine Vorstellung von der Grösse des nordamerikanischen Kontinents. In Europa reicht es, 2 Stunden mit dem Flugzeug unterwegs zu sein um unsere Aussengrenzen zu erreichen. Über dem riesigen Land Kanada war ich dagegen mehr als 6 Stunden im Flugzeug unterwegs. Und immer noch in Kanada.
Zu dem Zeitpunkt über winterlich verschneiten, völlig verlassenen Landstrichen, um dann nach Stunden Richtung Vancouver einzuschweben.

In Vancouver, Zeit für etwas ungewöhnliches Touri Sight Seeing !

Für das milde Klima sorgt in Vancouver die Kuroshio oder Japan Strömung (Wikipedia), mit der warmes Pazifikwasser heranführt wird. Solange die Sonne scheint ist es im April bereits herrlich warm und die Menschen sind draussen, um den Frühling zu geniessen.



Eine kleine Bilderserie dazu ist hier: Marine Building Vanvouver
Das Eingangsportal war schon oft Kulisse in Filmen, der Eintritt ist frei !

Chinatown selbst hat mir nicht besonders gefallen. Einerseits ist das Erlebnis „Chinatown San Francisco“ (Artikel) schwer zu toppen, andererseits strahlt der Drogen Horror der Hastings Street mit Hunderten Abhängigen leider auch auf Chinatown Vancouver aus. Viele Geschäfte rund um den Park stehen leer. Es ist erkennbar wenig Geld für Instandsetzungen und der Pflege des Gartens vorhanden.
In vielen Hauseingängen sitzen Drogenkonsumenten – oder dämmern einfach so dahin. Über Chinatown Vancouver liegt ein ständiger, penetranter Urin Geruch. Kein Wunder, dass die Besucher weg bleiben, was schade ist.


Vancouver wird als eine der lebenswertesten Städte Nordamerikas bezeichnet. Die vielen Parks und Museen und die phänomenale Lage am Wasser mit seinen vielen Promenaden unterstreichen diesen Anspruch. Ich hatte wegen der massiv sichtbaren, offen Drogen Scene einen etwas anderen Eindruck, aber tatsächlich sind die weitläufigen Parkanlagen einen Besuch wert.



Die Züge fahren automatisch und haben keine Kabine für einen Fahrer. Daher kann man sowohl vorne als auch hinten rausschauen, was für ungewöhnliche Blickwinkel auf das Tunnelsystem sorgt.

Ein Highlight, was man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte ist das Vancouver Aquarium, im Stanley Park. Insbesondere dann nicht, wenn man einen Regentag überbrücken muss. Das Aquarium stellt die maritimen Lebensräume rund um Vancouver dar, Highlight waren für mich die Quallen.




Besonders hübsch fand ich diesen Chinesischen Wasserdrachen:

Vancouver ist reich an Grünanlagen, Parks und Ausstellungen. Wenn das Wetter dazu einläd sind die Menschen im Stadtgarten Stanley Park unterwegs oder flanieren an der lang gestreckten Waterfront.





Grandville Island, zu der kleine Fähren von Vancouver aus übersetzen ist ein weiterer, spannender Hotspot für Touristen. Zwischen den Hausbooten gibt es auf den hölzernen Planken der Bootsstege im Sommer Live Musik und Unterhaltung durch Kleinkünstler.

Gleich nebenan, in der Markthalle, warten Obst- und Gemüsehändler mit prächtig aussehenden Angeboten auf Kunden.

Der trubelige Markt lohnt sich sehr. Mit ein paar Andenken, einer heissen Tagessuppe an einem der Stände plus einer Handvoll frischem Obst als Nachtisch gibt man für einen fantastischen Nachmittag auch nicht viel Geld aus.
Vom Hügel des Queen Elizabeth Quarry Gardens hat man eine prima Übersicht über die Skyline Vancouvers, bis zu den schneebedeckten Zipfeln der Berge.


Bei meinem Werkstatbesuch ist dann soweit alles glatt gegangen. Es wurde ein Problem mit der Gangschaltung / Wasser im Getriebe behoben und zwei Kreuzgelenke im Antriebsstrang erneuert. Ich hoffe es zumindest. Keine grosse Sache, aber doch etwas, was ich vor dem Trip rauf nach Yukon und eventuell Alaska unbedingt erledigt haben wollte.

Koordinaten: 49.29344,-123.13408 (Google Maps)
Dort ist Übernachten erlaubt. Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Parkplätzen in Vancouver, ich hab dort für 24h umgerechnet nur ca 22€ ausgegeben.