Reportage über Umweltschutz auf Reisen, als Tourist. Dies ist inzwischen der achte Bericht über unterwegs aufgesammelten Plastikmüll. Abfall aufheben als Beschäftigung für den zeitlich ungebundenen Chris ! Um Stränden am Meer & interessanten Stellplätzen unterwegs einen neuen, sauberen Look zu verpassen.
Die Müll Disziplin ist in Kanada und den USA ziemlich gut. Es gibt unterwegs an den Highways viele Raststellen mit einfachen Pit Toiletten und Waschbären sicheren Mülleimern. Abgesehen davon war ich eher im Inland unterwegs und nicht am Meer, wo viel Müll am Strand angeschwemmt wird.
Meine Müllsammelaktionen in diesem Artikel reichen daher bis ins Jahr 2025 zurück, obwohl wir bereits Ende 2026 haben. Es gab auf dem Nordamerikanischen Kontinent einfach nicht genug Gelegenheiten unterwegs oder mögliche Ziele waren in Privatbesitz.
Mount Stewart Strand auf Prince Edward Island, Kanada


Zwischen den Steinen findet man oft Münzen und anderes, weil dort die Wellen gebrochen werden und schwere Gegenstände nach unten sinken.

Für mich ein abwechslungsreicher Tag. Strandsuche mit dem Metalldetektor macht riesen Spass, wobei man die meiste Zeit Alu Abziehlaschen, Drahtreste und rostige Eisenteile findet. Mit etwas Glück ist aber auch mal ein schöner Ring dabei. Technisch gesehen sind Metalle am Strand trotzdem: Abfälle.
Es wurden einige Blei Gewichte von Anglern gefunden, die nicht in die Natur gehören.
Entsorgung: Mülltonnen am Strandaufgang
Kanada, Mai 2025
Spotted Lake in British Columbia

Beim Spotted Lake handelt es sich um einen sehr speziellen See in British Columbia, kurz vor der US Amerikanischen Grenze. Der stark mineralienhaltige See hat keinen natürlichen Ablauf und trocknet jedes Jahr im Sommer aus.
Übrig bleiben durch Algen unterschiedlich gefärbte Pfannen, was für einen einmaligen Anblick sorgt. Ein magischer Ort, der es natürlich längst zu Facebook, Instagram und ins Internet geschafft hat. Der See ist jedoch nicht öffentlich zugänglich, sondern im Privatbesitz der Indianer.
Genauer: den First Nations Kwu syilx vom Okanagan.

Damit nicht massenhaft gedankenlose Leute auf dem ausgetrockneten See herumtrampeln gibt es einen Zaun und ein Verbotsschild. Oben auf dem Foto erkennt man leider Spuren von ungebetenen Besuchern.
Als ich dort vor Ort war, wollten zwei Frauen jedoch unbedingt einen Blick auf das Ufer unten am See werfen – und ich war ebenfalls nicht abgeneigt.
Zufällig war ein Indianer Pärchen von dem lokalen Stamm vor Ort und ich hab folgenden Deal mit ihnen gemacht: ich sammle den Müll in der Landschaft auf und pflege den Platz und die Natur damit. Für die Dauer dieser Beschäftigung dürfen wir drei eine halbe Stunde runter zum See.


Info für Fotografen: der Parkplatz oben an der Strasse bietet eine perfekte Übersicht und sehr guten Blickwinkel auf den See. Unten am See sieht man das Phänomen der unterschiedlich gefärbten Salzpfannen eher schlecht.
Etwas weiter westlich starten auch Drohnen, ein Teil von dem Gebiet liegt aber in einer Einflugschneise und ist automatisch gesperrt.

Entsorgung: Mülltonne vom nächsten Recreation Area.
Kanada, September 2025
Sitgraves Lookout Point am Rand der Road 66



Entsorgung: Mülltonnen vom Cool Springs Souvenirladen ein paar Kilometer später.
USA Dezember 2025
Am Strassenrand gefundenes Klappmesser
Zum Schluss noch die Reparatur von einem Klappmesser, was ich am Rande einer Strasse aufgelesen habe. Vermutlich vom Pickup gefallen. Das hat auf den ersten Blick nichts mit Müllsammeln zu tun, aber weggeworfene Metall Gegenstände gleich welcher Art sind in der Natur trotzdem Abfall.




In den Jahren 2025 und 2026 bin ich kaum zu Aufräumaktionen gekommen. Grund war einerseits, dass sowohl Kanada als auch die USA eine erstaunlich gute Mülldisziplin haben. Kein Vergleich zu Italien, Bulgarien, der Türkei oder afrikanischen Ländern.
Abgesehen davon war ich im Landesinneren unterwegs und selten am Meer, wo sich immer Potential bietet Plastikmüll einzusammeln.