Kochen mit Strom – Upgrade mit einem Induktionskochfeld

Kochen mit Strom – geht das überhaupt ? Na klar: ich hab meine inzwischen arg strapazierte indoor Camping Ausrüstung – eine Küchenbox von Berger – eines Tages um eine Standalone Induktions Kochplatte von Samsung erweitert. Eine Möglichkeit, an die der Hersteller von diesem Camping Faltschrank ursprünglich sicherlich nicht gedacht hat. Je nach dem, wie weit man die Herdplatte aufdreht, zieht sie zwischen 300 und 1200 Watt. Beim Einschalten zieht die Herdplatte dagegen überhaupt keinen Strom.

Die Voraussetzung ist natürlich ein 230 Volt Aufbau in der Kabine. Dieser muss genug Strom liefern können, um Geräte mit bis zu 1500 Watt betreiben zu können. Aber auch als reine Campingplatzlösung, daher wenn man lediglich „Landstrom“ hat und ansonsten mit Erdgas kocht ist so eine Induktionsherdplatte eine feine Sache. Nimmt kaum Platz weg und wenn es irgendwo 230 Volt gibt, verbraucht man dann kein Gas.

Induktionskochfeld in meiner Berger Koch / Campingausstattung – an die Möglichkeit vom Einbau so einer Herdplatte über dem Mülleimer hat der Hersteller sicherlich nicht gedacht
Der Stromverbauch liegt zwischen 300 und 1200 Watt. Die verwendete Herdplatte zieht beim Einschalten ur unwesentlich Strom – das ist nicht bei allen Modellen der Fall.

Vorteile:

1) verbraucht weniger Strom Verbrauch als eine herkömmliche Heizplatte


2) schaltet sofort ab (=spart Strom), wenn man den Topf runter nimmt


3) es ist weniger wahrscheinlich, sich zu verbrennen, die Glasplatte wird heiß, aber ich schätze nicht viel über 50 Grad


4) wenn es kleckert oder überkocht brennt selten etwas fest


5) geringes Gewicht (macht kaum mehr aus, wenn man sich sowieso für eine etwas größere / autarke Elektrik entschieden hat)

Nachteile:

1) es funktioniert nicht mit jedem Topf, manches Geschirr wird von der Elektronik nicht erkannt. Es kann sogar sein, daß ein etwas zu klein geratener Topf, obwohl er aus Eisen ist und den Aufdruck „Induktionsherdgeeignet“ hat, nicht funktioniert.


2) Den Stromverbrauch von bis zu 1200 Watt schafft nicht jede Anlage. Vanlifer scheiden vermutlich aus. Kabinen / Campingwagen, die nicht konsequent auf 230 Volt aufgebaut sind ebenfalls.

Bei mir ist allerdings eine ziemlich gute Elektrik im Einsatz mit einem 3000W Wandler und vier Solarzellen. Wenn man nur einen kleinen Wandler hat und eher kleine Aufbaubatterien (oder zu wenig Sonne) könnte es aber knapp werden. Im Sommer, wenn die Sonne senkrecht auf die Solarzellen drauf knallt, liefern diese bei mir allerdings 600 Watt. In dem Fall entnimmt der Wandler noch nicht einmal Strom aus der Batterie, um gratis elektrisch zu kochen.

Mir persönlich war Gas, mit dem die meisten kochen, immer suspekt. Feuer an Board ? Lieber nicht. Im Ausland kann es unter Umständen ein Problem sein, Gas nachzufüllen und man muss die Gasprüfung so einer Anlage im Kopf haben. Erdgas speichert allerdings unglaublich viel Energie, mit einer 11 Liter Flasche kann man durchaus ein, zwei Monate lang sparsam kochen.

(Vielen ist dafür alles mit „Strom“ suspekt, kann ich durchaus nachvollziehen … )

Sorry, auf den Fotos ist es gerade etwas schmuddelig. Ich war 2020 bereits über drei Monate unterwegs. Die Kabine ist (mal wieder) für eine Grundreinigung fällig und gestrichen werden müßte sie inzwischen auch dringend.

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