Unterwegs sein: zu Fuß, mit Rad, Motorrad, Camper, Landrover, Truck

Heute bastle ich einmal eine Übersicht – über die verschiedenen Möglichkeiten, individuell unterwegs zu sein. Von ganz klein als Backpacker bis zum Kapitän eines mehrachsigen Militärtrucks. Jede Reiseform hat Vor und Nachteile, was ich aus meiner persönlichen Sicht beschreiben will.

Unterwegs als Backpacker

Als Backpacker schleppt man sein Reise Hab und Gut auf dem Rücken mit sich herum. Das hat den Nachteil, wirklich nur das nötigste mitnehmen zu können. Anstatt einer kompletten Fotoausrüstung und einem Notebook zur Reiseplanung muss ein Handy mit einer zusätzlichen Powerbank für beides ausreichen. Mit einem Schlafsack, einem Ein-Mann-Zelt, Wäsche zum Wechseln und diversen Reise Allerlei übersteigt das Gewicht vom Wanderrucksack schnell die kritische Marke von 20 kg, die man sich maximal zumuten sollte. Grob über den Daumen geschätzt verträgt der menschliche Körper eine „Gepäck Zuladung“ von 20% vom Eigengewicht. Weniger ist dabei mehr.

Unterwegs als Backpacker eignet sich daher am ehesten für Städte, die eine Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Restaurants, Waschsalons und Guesthouses zur Übernachtung bieten. Als Wanderer ist man jeder Witterung maximal ausgeliefert, ohne der Möglichkeit, schnell den Standort zu wechseln. Dafür ist das Reisen per Anhalter, in Zügen, Bussen, Fähren oder Flugzeugen problemlos und spontan möglich. Der Kontakt zur Bevölkerung ist direkt. Unterwegs als Wanderer kann man pro Tag 15 bis 20 Kilometer zurück legen, je nach Gelände. Dabei gelangt man auf Kletterpfaden in Gegenden, die per Auto nicht erreichbar oder für diese verboten sind. Aus Gewichtsgründen ist es am sinnvollsten in Gegenden zu Fuß unterwegs zu sein, in denen man stets an sauberes Wasser kommt.

Unterbringung: eine gute Kombination aus etwas größerem, doppelwandigem Zelt und einem bequemen Schlafsack scheint das „MSR Hubba Hubba NX“ mit dem „Cumulus Lite Line 400 XL“ Daunenfedern Schlafsack zu sein. Zusammen mit einer Matte zum Unterlegen wiegt diese ultraleichte Kombi nur 3 kg. Das ist jetzt aber nur Desk Research, da ich persönlich eher so der Trucker Typ bin.

Mit dem Fahrrad

Mit einem Zweirad steigt die möglich Zuladung etwas, aber trotzdem ist man wie der Wanderer Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert. Den auf 50 Kilometer gestiegene Aktionsradius erkauft man sich damit, daß der Transport vom Fahrrad in Bussen oder einem Kleinwagen problematisch sein kann.

Dann lieber gleich als eBike und mit Fahrradanhänger: der ist zwar auch viel zu sperrig für die Strassenbahn, aber damit läßt sich bereits ein Kleinkind mitnehmen + ein ausgewachsenes Picknick mit Kochset. 25 kg Gepäck geht gut und die Schultern werden nicht durch einen Rucksack strapaziert. Auf losem Untergrund wie Sand oder in Schnee oder im Gebirge kommt man mit einem gewöhnlichen Fahrrad allerdings nichts sehr weit oder es ist viel zu anstrengend.

Alles, was man dabei hat, kann leicht gefleddert werden. Dazu reicht das Abstellen vom Fahrrad vor dem Supermarkt, um einkaufen zu gehen.

Mit dem Motorrad

Für Michael Martin, der sämtliche Wüsten dieser Welt fotografiert hat, ist ein geländegängiges Motorrad vom Typ BMW R1200 das ideale Reisemittel. Im Gegensatz zum Fahrrad entfällt zwar die Mitnahme in der S-Bahn, aber dafür steigt die Reichweite schlagartig auf 500 Kilometer. Mit Motorkraft lassen sich gebirgige Passagen und Wüsten mühelos bezwingen. Es hängt natürlich von jeweiligen Motorrad ab, daher ob es für einen Sozius ausgelegt ist, aber eine Zuladung von 50 bis 75 Kilogramm ist realistisch. Das reicht für zusätzlichen Sprit, eine professionelle Fotoausrüstung, Verpflegung für mehrere Tage und Gimmicks wie eine kleine Taschen Wasseraufbereitung. Eine bequemes Zelt mit viel Platz und der Möglichkeit, sich jederzeit frischen Kaffee / Tee zu kochen ist da schon selbstverständlich.

Das Motorrad hat im Gegensatz zum Fahrrad den Nachteil, daß man sich an Ländergrenzen mit der Einfuhr seines Gefährtes – daher zollrechtlichen Fragen herum schlagen muss. Dazu kommt der notwendige Führerschein, dieser muss im Reiseland gültig sein, dann kommen noch Versicherungen und möglicher Stress bei Verkehrskontrollen dazu. Ausserdem muss bei einer längeren Reise die Wartung vom Motorrad bedacht werden und ob sich das eigene Motorrad unterwegs leicht reparieren läßt. Auch überraschende Hindernisse können auftauchen: so verbietet der Iran die Einreise mit dem Motorrad, wenn dieses mehr als 250 Kubikzentimetern Hubraum hat.

Als Motorradfahrer ist man immer noch dem Wetter schutzlos ausgeliefert. Dazu kommt, daß es ganz schön nervig sein kann, sich ständig aus der Schutzkleidung schälen zu müssen.

Mit dem Geländewagen

… wie einem Landrover oder einem Toyota Land Cruiser. Mit einem Geländewagen fährt man schlechtem Wetter einfach davon oder sitzt zumindest im Trockenen. So ein Gefährt bieten stehts einen regengeschützen Schlafplatz im Inneren. Ein Dachzelt oder ein Aufstelldach (kein nerviger Aufbaustress) erhöht den Stauraum innen nochmal. Überhaupt Stauraum: im Gegensatz zum Motorrad sind 200 Liter Sprit Reserven oder 100 Liter Wasser und/oder Vorräte für Wochen kein Problem. Flexibel und ganz so, wie man es braucht. Der Motor sorgt für eine permanent zur Verfügung stehende Stromquelle, mit einer Kühlbox zieht das erste Mal etwas Luxus (gekühlte Getränke, frisch gehaltenes Grillfleisch) ins Overlander Leben ein. Eine im Auto mitgeführte Kochbox zaubert deutlich schmackhaftere Gerichte als nur Nudeln mit Sauce. Selbst das Backen von Brot und Kuchen geschieht nebenher, eine platzsparende Wasser Filter Anlage kann für sauberes Wasser sorgen.

Das reduziert die Gefahr von Durchfallerkrankungen (oder schlimmerem) deutlich. Für alles weitere sorgt eine mitgeführte, schlagkräftige Reiseabotheke, für die auf einem Motorrad kaum Platz wäre. Die meisten Geländewagen passen in See Container und lassen sich so vergleichsweise preiswert komplett gepackt in ferne Einsatzgebiete oder zurück nach Hause verlegen.

Ein geräumiges und bequemes Bett für zwei Erwachsene ist im Geländewagen machbar, aber immer noch schwierig. Leider stehen 4×4 Geländewagen ganz oben auf der Liste von zu klauenden oder zu raubenden Fahrzeugen.

Unterwegs als Camper im Campingwagen. (abgespeckte Lite Variante: ausgebauter Van)

Endlich ein bequemes Bett, eine Dusche und eine richtige Küche – ganz wie daheim. Dazu Platz am Tisch für 4 Leute, eine Satellitenschüssel, ein leicht abzusteckender Vorgarten und das alles in der Trendfarbe Weiß. Denn: Campingwagen haben dank Corona und diverser Vanlife Youtube Videos eine bemerkenswerten Boom hinter sich. Schlechtes Wetter sitzt man einfach bequem vor dem Flatscreen aus – oder fährt diesem mit 120 km/h davon, was deutlich über der üblichen Marschgeschwindigkeit von einem Landrover liegt.

Als Campingwagenbesitzer sollte man sich mit den unterschiedlichen Gasflaschen auskennen und passende Adapter dabei haben. Sonst bleibt der Ofen im Ausland aus und der Kühlschrank warm. Für „richtige“ Solarzellen und eine schlagkräftige Stromversorgung ist zwischen dem Beluga Schlafbuckel, Heckflosse und diversen Dachaufbauten kein Platz. Es bleibt im Campingwagen bei einem Mix aus Gas, 12 Volt und milder 230 Volt Power mit max 150W für eine Stunde aus dem Konverter.

Leider ist beim Thema Offroad bereits bei kleineren Matschlöchern oder etwas verwehtem Sand Schluß. Campingwagen haben ein viel zu hohes Gewicht, nur eine angetriebene Achse, sowieso keine Achssperren und eine viel zu geringe Bodenfreiheit, um abseits von asphaltierten Wegen unterwegs sein zu können. Als Campingwagen Besitzer findet man sich daher am ehesten auf Campingplätzen wieder. Dort wird mitunter dicht an dicht geparkt, dafür kann man ganz viele interessante Leute kennen lernen.

So gut wie alle Campingwagen sind permanent überladen. Das stellt ein Sicherheitsrisiko dar und zieht in Ländern wie Österreich oder Italien systematische Kontrollen mit saftigen Strafen nach sich.

Camper bieten einen optimalen Kompromiss aus Wirtschaftlichkeit, Komfort und keinerlei Anstrengungen mit irgend welchen individuellen Ausbau Arbeiten. Mieten, einräumen – und los gehts. Und immerhin hat jeder Camper ein eingebautes Klo, während die Vanlifer in der Regel Campingplätze meiden und dafür sämtliche über „Park4Night“ katalogisierten Stellplätze von vorne bis hinten zuscheißen.

In Südschweden sind Campingwagen mittlerweile zur Landplage geworden. Besitzer eines solchen Gefährtes werden entsprechend begrüßt, wenn zu dritt oder zu viert Privatwege von inzwischen komplett genervten Anwohnern bis zur Absperrkette zugeparkt werden. In Frankreich sind es dagegen viele 2,00 Meter Schranken, die Camper draussen halten – für leichtfüßige Vanlifer Flundern aber passierbar bleiben.

Das veräußern von einem Campingwagen nach einer Reise ist zur Zeit auf Grund hoher Nachfrage unproblematisch und schnell erledigt.

Unterwegs mit einem Allrad LKW – bis 7,5 Tonnen

Egal wie schlecht das Gelände oder die matschigen Pisten sind: einen geländegängigen Allrad LKW hält nur wenig auf und er fährt auch da noch weiter, wo die meisten Geländewagen bis zur Achse im Schlamm kleben. Schnee, Wasser und Matsch drückt er einfach weg. Im Gegensatz zum fertig ausgebauten Campingwagen läßt sich der Aufbau hochgradig an die individuellen Ansprüche anpassen. Soll es (anstatt Gas) eine leistungsfähige, autarke 230 Volt Stromversorgung, gespeist über vier 500W Solarzellen sein ? Ist das mitführen und die Unterbringung von 5 Hunden geplant ? Wie wäre es mit einem kuscheligen Sofa und Holzofen ? Sollen unterwegs in einer kleinen Werkstatt aus Strandfunden Schmuckstücke angefertigt werden ? Wie wäre es mit einer kleinen Garage für ein Quad ? Soll sich das Dach oder die gesamte Heckseite aufklappen lassen, um mit einem Spiegel Teleskop die Sterne beobachten zu können ?

Solche individuellen Ausbauten (alle selber gesehen) sind problemlos umsetzbar. Allerdings auch, daß sich der Ausbau vom alten Feuerwehrauto über Jahre hinzieht und man sich komplett verzettelt. Unter LKW-Ausbauern gibt es viele Projektabbrecher.

Grundsätzlich operieren ex-Militär LKWs dabei in Temperaturbereichen von -25 Grad bis +50 Grad. Hinsichtlich des Reiselandes sind dadurch weitestgehende Optimierungen möglich: der Truck und der Aufbau lassen sich mit Schneeketten, Höhenkit und zwei Heizungen polarfest machen. Oder man optimiert Gewicht und Reifen so, daß der Truck nicht mehr im Sand der Sahara einsinkt und führt einen 400 Liter Wassertank mit sich.

Die Zuladung bei einem Allrad LKW ist eigentlich immer 1500 kg bis 2000 kg. Fahrzeuge mit einem 800 Liter Diesel Tank sind daher keine Seltenheit, bis zu 4 Wochen komplett autarkes Reisen problemlos machbar. Die Mitnahme von 2 – 3 Ersatzreifen, einem Motorrad am Heck oder einem Schlauchboot mit Außenboarder kann spontan ganz nach Bedarf erfolgen.

Ein 7,5 Tonner hat den Vorteil, daß er immer noch vergleichsweise wendig ist und sich (immer noch) mit dem alten Führerschein fahren läßt. Bei tief hängenden Ästen, engen Wegen und Brücken mit nur 2,60 Meter ist dann aber Schluß. In reizenden, aber ohne Bauvorschriften erweiterten Küstendörfern der Adria ebenfalls.

Als Nachteil ist die geringe Geschwindigkeit von maximal 80 km/h zu nennen: ein Camper oder Vanlifer ist mit 120 km/h glatt 50% schneller. Den Spritverbrauch muss man ebenfalls im Kopf haben: mein DAF T244 zieht rund 20 Liter weg, was noch ganz okay ist, bei einem Mercedes Rundhauber aus den 50er Jahren können es durchaus 40 – 50 Liter sein. In einem Land wie Norwegen, wo grob gesagt alles doppelt so teuer ist wie hier bringt man dann nur durch tanken die Kreditkarte zum glühen. Das gilt auch für Ersatzteile: Ersatz für fünf abgefahrene Reifen im Format 12.00R20 kosten hier in Deutschland rund 3.000 Euro. Das ist wesentlich mehr als 5 frische Puschen für den Landrover oder Camper.

Dazu kommt, daß man mit einem LKW in ganz vielen Ländern Bekanntschaft mit der LKW Maut macht, jedes Land in Europa hat da sein ganz eigenes System. Das Sonntagsfahrverbot für LKWs wird ebenfalls wichtig, wobei man sich da als „Camper mit Sonderzulassung“ rausmogeln kann. Oder man ignoriert es einfach.

Beachten sollte man auch, daß manche Grenzübergänze nur bis 3,5 Tonnen sind, in Rumänien mußte ich daher (zum Glück nur wenige) Kilometer weiter fahren. Ein Problem, was Camper nicht haben dürften, die sind offiziell immer unter 3,5 Tonnen. Am ehesten sind Expeditions LKWs ausserhalb von Europa gut aufgehoben, wo der Diesel nichts kostet und die Umwelt / Strassenbedingungen schlecht genug sind, um den Einsatz zu rechtfertigen.

Ein LKW wird im Defektfall auch nicht vom ADAC abgeschleppt. Da hat es ein Campingwagen besser, der sogar aus dem Ausland zurück geführt wird.

Individuell ausgebaute LKWs, die schon älter sind, haben allerdings einen ganz entscheidenden Vorteil: hohe Sympathie Werte. Wild parken wird im Gegensatz zum Campingwagen eher toleriert und die Behörden drücken beim Kontakt auch mal ein Auge zu oder kontrollieren laxer. Unterwegs als offroad Expeditionsmobil liegt es einfach nicht auf der Hand, zum nächsten Campingplatz geschickt zu werden, wenn man etwas blöd steht. Diese eingebauten Pluspunkte können z.B. bei einer Polizeikontrolle den Unterschied zwischen einer netten Begegnung oder einer vorübergehenden Festnahme ausmachen. Gegenbeispiel: Rocker im vollen Ornat und mit Harley haben „ab Werk“ Minuspunkte und werden meist schräg und mit Misstrauen betrachtet. Die müssen dann erst Mal Überzeugungsarbeit leisten und das Eis brechen.

Fahrzeuge über 7,5 Tonnen

Natürlich ist es spassig, mit einem KAT A1 (6×6) herumzukurven und volle Aufmerksamkeit auf der „Allrad Messe Bad Kissingen“ ist einem auch sicher. Aber vielleicht steht man auch nur dort, denn woanders als auf der Autobahn und diversen Offroad Freizeitparks kann man so ein Fahrzeug kaum einsetzen. Die Zuladung und die Geländegängigkeit steigt gegenüber einem „Einsteiger“ 7,5 Tonner nochmal deutlich, aber auch die Schwierigkeiten:

1) ohne LKW Führerschein, der alle 5 Jahre erneuert werden muss, geht es nicht.
2) das Fahrzeug muss (in Deutschland) alle 6 Monate zum Tüv, nicht mehr jährlich
3) der Wendkreis wird zum Problem, Gebirgsstrecken mit kleinen Ortsdurchfahrten können zur Sackgasse werden. Es geht nicht weiter, aber auch nicht mehr zurück.
4) Spritverbrauch vermutlich nicht mehr unter 30 – 40 Liter
5) immer mehr Einschränkungen auf der Route, da viele Strassen und kleine Brücken generell nur bis 7,5 Tonnen, maximal 12 Tonnen (z.B. Müllauto) ausgelegt sind.

6) LKW Maut obligatorisch und nochmal teurer als im 7,5-Tonner

7) hohe Anschaffungskosten, ein wieder verkaufen kann sich hinziehen

Ich finde, so ein Fahrzeug ist wirklich toll, aber nur in den Weiten der mongolischen Steppe oder Australien zu gebrauchen. Es spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder, aber spätestens beim Allrad LKW über 7,5 Tonnen und ab 7 Meter Länge überwiegen die Nachteile deutlich gegenüber den Vorzügen. Die Hürden für so eine Anschaffung sind sehr hoch, dazu kommen nochmal deutlich gestiegene Betriebskosten in allen Bereichen.

Bevor du dir sowas zulegst, solltest du meinen Artikel über die Essenz des Reisens lesen !

Es gibt noch viele, coole Möglichkeien, unterwegs zu sein, die ich hier nicht behandelt hab. Wie wäre es mit: Entschleunigung pur im Trecker mit Bauwagen ? Zurück zur Natur – unterwegs sein mit einem Pferd ? Wasserwandern mit dem Ruderboot ?

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