Vulkanausbruch vom Meradalir Reykjanes, Island 2022 

Vulkanausbruch Fagradalsfjall Reykjanes, Island 2022 
Spektakuläre Bilder vom Vulkanausbruch in Island 2022 

Ich hab in Island in zweierlei Hinsicht unglaubliches Glück ! Erstens: ein Vulkan bricht aus. Zweitens: der Vulkan ist nicht weiter gefährlich. Wenn hier in Island ein echter Vulkan wie der Eyjafjallajökull, Hekla oder Krafla so richtig loslegt, kann man gleich 100 Quadratkilometer Landschaft sperren und/oder den Luftraum Europas noch mit dazu.

Der kleine Touristenvulkan Meradalir, der exakt zur Hauptsaison am 03.08.2022 in Flughafennähe und mit einem Spaziergang erreichbar ausgebrochen ist sprudelt dagegen zahm Lava vor sich hin und gefährdet niemanden. Ich hab mich schon gefragt, ob die Isländer nicht vielleicht mit einer kleinen Sprengung nachgeholfen haben … Nachdem das Meradalir Gebiet tagelang wegen wirklich schlechtem Wetter geschlossen war, ging es am Mittwoch, dem 10.08.2022 aber los: Wetter gut, Parkplätze planiert, Vulkan bereit, hepp aufi !

Als Bonus zu meinen ohnehin schon reichlich bemessenen vier Monaten Island mit spannenden Abenteuern und Erlebnissen gibt es aktuell darum noch einen kleinen, überraschenden Vulkan Ausbruch on top.

Eine Kurzbeschreibung vom Wanderweg ist weiter unten im Artikel.

Eine sehr ausführliche Beschreibung vom Wanderweg zum Meradalir mit allen Informationen zum Vulkan ist hier:

www.25u.de/alle-informationen-ueber-anreise-parkplatz-wanderung-zum-ausgebrochenen-vulkan-in-island-2022/

Bilder vom Vulkan Fagradalsfjall / Meradalir vom 10. August 2022

Der Meradalir Vulkan in Island spuckt Lava, im Vordergrund betrachten Zuschauer den Vulkanausbruch
Am Meradalir Vulkan ist Volksfest Stimmung. Vom Hang des gegenüber liegenden Bergs lässt sich der Ausbruch gefahrlos beobachten. Es brodelt und kocht im Vulkan, glühend heisse Lava spritz meterhoch aus dem Krater.
Eine Lava Fontäne schiesst aus dem Vulkan Meradalir in Island
Der Vulkan spuckt dauerhaft flüssiges Gestein, allerdings keine Steine, was gut für die Besucher ist. Einen harten Kirschkern kann man viel weiter spucken als nur etwas Spucke …
Rot glühende Lava aus dem Meradalir Vulkan Fagradalsfjall bahnt sich den Weg in ein kleines Tal
Am Nachmittag ist der Lava See vom Vulkan Fagradalsfjall über gekocht und die Lava hat sich einen Weg ins Tal gesucht.
Eine rot glühende Lava Walze breitet sich auf der Erde aus und überrollt das Tal.
Die glühende, etwa tausend Grad heisse Lava walzt langsam alles platt. Es riecht etwas nach verbranntem Gras und erhitztem Gestein.
Menschen betrachten im Hintergrund eine rot glühende Lava Masse vom Meradalir Vulkan, die sich langsam voran bewegt.
Das glühende Magna fliesst sehr langsam, man kann jederzeit weglaufen. Die Hitze ist immens. In der Mitte vom Bild ist ein Teammitglied vom Island-SAR zu sehen. Er hat etwas aufgepasst, daß die Leute nicht zu dicht rangehen.
Rot glühende Lava mit schwarzen, erkalteten Schuppen
Eine Frau mit lila Weste und eine Frau mit gelber Regenjacke und ein Mann mit schwarzer Jacke haben Würstchen am Spiess auf der Lava gegrillt. Die drei Menschen halten die Würstchen fröhlich lachend hoch
Aber irgendwann ist die Lava so weit abgekühlt, daß man darauf Würstchen braten kann. Viele Touristen hatten das auch genau so geplant.
Eine erkaltete Lava Walze im Tal, wischen der schwarzen Schlacke glüht rote Lava.
Knackend und klirrend kühlt die Lava ab, ist aber immer noch in Bewegung. Die nachdrückende Lava sorgt dafür, daß immer wieder kleine Brocken erstarrte Lava mit einem klirrenden und raschelnden Geräusch zu Boden fallen.
Selfie von Chris vor der erkalteten, nicht mehr flüssigen, aber noch heissen und teilweise rot glühenden Lava vom Meradalir
Abteilung: berühmte letzte Bilder ?
Nahaufnahme von grauer Lava, in einem Spalt glüht rot heisse Lava.
Vulkanausbruch vom Meradalir Vulkan Fagradalsfjall, der Lava spuckt die in ein Tal fliesst. Acht Menschen stehen rechts an einem Hang und beobachten die Eruption.
Im Moment fliesst die Lava vom Meradalir in ein Tal, in dem sich nichts besonderes befindet. Es dürfte Wochen dauern, das Tal langsam zu füllen. Es sind weder Siedlungen noch wichtige Strassen in der Nähe, so daß der Vulkan sich in aller Ruhe austoben kann. Sehr zur Freude seiner Besucher, die das Naturschauspiel geniessen.
Der Meradalir Vulkan Fagradalsfjall spuckt nachts rot glühende Lava. In unteren Teil des Bildes ist ein Lava See mit schwarzen Lavaplatten zu sehen
Je später es wird, um so beeindruckender sind die Bilder.

Beschreibung vom Wanderweg zum Vulkan Fagradalsfjall / Meradalir

Der Wanderweg zum Vulkan ist anspruchsvoll, da er rund 6 Kilometer lang ist und durch sehr steiniges Gebiet führt. Als ich am 10. August dort unterwegs war, musste man über Stock und Stein (ohne Stock) kraxeln. Etwas Wanderbegeisterung für anspruchsvolle Pfade sollte daher vorhanden sein. Ersatzweise: eiserner Wille. Aktuell wird der Pfad ausgebessert und geglättet. Insgesamt müssen etwa 300 Höhenmeter überwunden werden.

Unterwegs oder beim Vulkan gibt es keinerlei Versorgung / Entsorgung. Wanderschuhe, eine Regenjacke, Snacks, Getränke und eine Taschenlampe für den Rückweg am Abend ist die notwendigste Ausrüstung.

Der Parkplatz, an dem der Wanderweg beginnt liegt etwa bei 63.8640, -22.3225

Dann die Strasse überqueren und auf dem Wanderweg nach Norden gehen.

Eine grosse Gruppe menschen wandern im zick zack einen Berg hoch. Unten rechts steht ein roter Geländewagen.
Eine erste schwierige Stelle ist ein zick-zack Pfad den Bergrücken hinauf. Hier ist der Weg noch sehr gut und führt zu den erkalteten Lavafeldern vom Ausbruch 2021. Oben auf dem Bergrücken geht es dann in einem weiten Bogen zum Vulkan weiter.
Eine grosse Anzahl Menschen wandert über einen steinigen Weg zum Vulkan Fagradalsfjall, der im Hintergrund Rauch spuckt.
Weiter oben wird es dann sehr unwegsam und steinig. Bis zum aktiven Vulkan sind es ab dort noch etwa 3-4 Kilometer. Oben auf dem Bergrücken sieht man den Vulkan bereits rauchen. Ab dort kann man sich praktisch nicht mehr verlaufen oder falsch abbiegen. Der Weg soll noch besser ausgebaut werden, aber Anfang August war alles noch sehr holprig. Der Weg ist mit Pfählen markiert.
Menschen gehen auf einem Wanderweg zum Vulkan Vulkan Fagradalsfjall. In Vordergrund ist ein erkaltetes, schwarzes Lavafeld zu sehen, auf dem einige Menschen spazieren gehen.
Kurz vor dem Vulkan wartet ein erstarrtes Lavafeld vom 2021er Ausbruch. Wie man sieht, zieht der Vulkan sehr viele Besucher an. You never walk alone – und falls doch: einfach weiter dem recht guten Trampelpfad folgen. Die Ausbruchstelle ist von weitem gut als Rauchwolke sichtbar.

Abgesehen vom Wetter gibt es noch einen zweiten, sehr wichtigen Punkt: der Wind sollte idealerweise vom Meer kommen, aus Süden oder Südwesten. Nur dann sitzt man an dem Aussichtspunkt nicht in der Qualmwolke vom Vulkan.

Offiziell ist die Strecke „ab 12“ freigegeben. Es gibt dort oben kaum Ressourcen, um entkräftete Leute oder Kinder rauszubringen. Auf der Rückseite vom Vulkan ist zwar eine ziemlich üble Piste, die nur für Rettungsfahrzeuge freigegeben ist und nach Norden geht. Aber laut dem Island-SAR braucht man eine Stunde mit einem echten 4×4, um damit zur nächsten Strasse zu kommen.

Meine 10 Minuten Ruhm

Als „deutscher Tourist“, der unbedingt zum Vulkan will hab ich es sogar in die isländischen Nachrichten geschafft:

www.frettabladid.is/frettir/osattu-ferdafolki-visad-fra-eldgosinu (nur in isländisch, mit Google übersetzen)

In dem Artikel präsentieren mich die Journalisten als „verärgerten Touristen“, der nicht zum Vulkan darf. Ganz so dramatisch war es nicht. Die Journalisten wollten einen Artikel über die von der Polizei abgewiesenen Touristen machen.

Ich war der einzige vor Ort, der nicht genervt war, Zeit ohne Ende hatte & durchaus Bock auf ein Interview.

Nachdem klar war, daß das Gebiet geschlossen bleibt haben sich alle einen Campingplatz gesucht, um auf besseres Wetter und die Freigabe zu warten. Wenn man den ganzen Sommer in Island verbringt, interessieren einen ein oder zwei Tage warten nicht.

Alles daher nur halb so wild !

Kopie einer isländischen Onlinezeitung auf der Chris vor der Wohnkabine von seinem DAF T244 zu sehen ist. Der Text gibt in schlechtem Deutsch ein Interview wieder.

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